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Benigna Munsi verkündet Weihnachtsbotschaft in Wiedenbrück

Engelchen trifft auf Christkind

Rheda-Wiedenbrück (WB). Gleich zwei junge Mädchen, die ihre weihnachtlichen Ämter zum ersten Mal ausüben, haben am Samstagabend auf der Bühne des Wiedenbrücker Christkindlmarktes gestanden: das Nürnberger Christkind Benigna Munsi und das Wiedenbrücker Engelchen Lia.

Waltraud Leskovsek

Kinder und Erwachsene sind vom Anmut des Engelchens Lia und des Christkindes Benigna (mit Krone) ergriffen. Foto: Waltraud Leskovsek

Die beiden Mädchen ließen sich ihr Lampenfieber nicht anmerken, zeigten sich vor großem Publikum sehr souverän. Die 17-jährige Nürnbergerin wurde auf einer Hebebühne vor der festlich geschmückten Tanne emporgehoben, wo sie den traditionellen Wiedenbrücker Prolog vortrug.

Von Lampenfieber keine Spur

Gespannt lauschten Jung und Alt den Worten des Teenagers, der die Herzen der Zuschauer schnell gewann. Der CVJM-Posaunenchor empfing die Symbolfigur aus Nürnberg stimmungsvoll mit dem Lied „Alle Jahre wieder kommt das Christuskind“. Im Nürnberger Prolog spricht sie von Schmuck, Kugeln und seliger Weihnachtszeit, ermahnte aber auch die Menschen, an diejenigen zu denken, die nichts hätten und meinte deshalb: „Vergesst nicht, wer alles schon hat, der braucht nichts mehr. Die Kinder der Welt und die armen Leut’, die wissen am besten, was Schenken bedeut’.“

Engelchen Lia sagte ihr Gedicht in gewohnter Routine auf und begrüßte das Christkind aus Nürnberg in Reimform mit den Worten: „Mensch Christkind, was ist das schön, dich froh und gesund hier wiederzusehen.“

Klaus Westermann begrüßte im Namen des Gewerbevereins und Ausrichter des vierwöchigen Christkindlmarktes die vielen Besucher und dankte insbesondere Nürnbergs Organisatorin Susanne Randel, dass sie diese über 40-jährige Tradition aufrechterhalte und den Wiedenbrücker Weihnachtsmarkt als einzigen nördlich des Mains besuche.

Der stellvertretende Bürgermeister Norbert Flaskamp (CDU) sprach von einem wunderbaren Platz, der vier Wochen lang für jeden etwas biete. Den Regen am Nachmittag bezeichnete er als Freudentränen, weil der Besuch des Nürnberger Christkinds für viele Menschen immer sehr besonders sei und sie erst dann so recht in Weihnachtsstimmung kommen. Er betonte, dass die Stadt auf diesen Markt und die schönen Traditionen, die damit einhergehen, stolz sei.

Das Nürnberger Christkind mit dem weltlichen Namen Benigna Munsi ist 17 Jahre jung und hatte sich aus 25 Bewerberinnen auf diesen Posten durchsetzen können. Die Begründung der Jury lag auf der Hand: Sie strahle eine unglaubliche Frische und Natürlichkeit aus, sei sympathisch und offen und genieße sichtlich ihre Aufgabe. Rund 150 Termine hat sie zu absolvieren. Doch die junge Abiturientin wusste vorher, worauf sie sich einlässt: „Ich genieße jeden Augenblick, schreibe einige Klausuren nach und muss ganz klar nach der Weihnachtszeit etwas mehr lernen. Aber das ist okay“, sagt sie.

In Wiedenbrück besuchte sie auch ein Altenheim. Am Abend gab es ein Festessen mit dem Engelchen, deren Eltern und Ehrengästen im Ratskeller.

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