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Rheda-Wiedenbrück

Erhöhte Brandgefahr durch Dauerparker

Rheda-Wiedenbrück (sud) - Der Raum unterhalb der Brücke der Bundesstraße 55 unweit der Gaststätte Jägerheim wird rege genutzt: vor allem als (Dauer-)Abstellort für Wohnwagen, Anhänger, Lastwagen und Auflieger. Das soll nun ein Ende haben. Hintergrund ist die Sorge vor einem Brand. 

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Das Feld räumen müssen die Besitzer von Wohnwagen, Lastwagen, Anhängern und Autos, die ihren fahrbaren Untersatz vor Wind und Wetter geschützt unter der Bundesstraßenbrücke beim Linteler Jägerheim abgestellt haben. Andernfalls droht die Abschleppung.  Foto:

Der Landesbetrieb Straßen NRW mit Sitz in Bielefeld ist für den Brückenbereich am Rand des Stadtteils Lintel verantwortlich, weil auch die darüber verlaufende B 55 in ihren Zuständigkeitsbereich fällt. Dass unterhalb des Bauwerks regelmäßig Wohnmobile, Lastwagen und Co. abgestellt werden, habe man bereits seit längerer Zeit beobachtet, sagt Behördensprecher Sven Johanning. Die Entwicklung sei nicht hinnehmbar, denn: Von den unterhalb der Brücke zumeist dauerhaft geparkten Fahrzeuge könne schlimmstenfalls eine Brandgefahr ausgehen. „Wir wissen schließlich nicht, was in ihrem Inneren gelagert ist“, sagt Johanning und verweist darauf, dass es unter ähnlichen Brücken bereits zu Feuern gekommen ist.

Feuerstellen entdeckt

Brände unterhalb von Brückenbauwerken will der Landesbetrieb unbedingt vermeiden, unterstreicht Sprecher Sven Johanning. „Denn das Risiko ist groß, dass dabei die Konstruktion schweren Schaden nimmt.“ Alarmiert sei man diesbezüglich in Sachen Jägerheim-Brücke schon seit geraumer Zeit. „Wir haben wiederholt Feuerstellen entdeckt, die zwar nicht direkt unter der Brücke, aber in ihrem unmittelbaren Umfeld lagen“, erläutert Johanning und vermutet Hinterlassenschaften von Campern oder anderen Dauerparkern.

Der Landesbetrieb will den weitläufigen Bereich unterhalb der Brücke nun mit wenigen, aber effektiven Mitteln neu ordnen. Dabei geht es vor allem um die Absperrung weiter Teile des Areals, um die ungeliebte Dauernutzung einzudämmen oder bestenfalls gänzlich zu verhindern. Etwa ein Dutzend sogenannte Blocksteine – jeder eineinhalb Meter lang sowie jeweils 60 Zentimeter hoch und breit – sollen als Bollwerk dienen. Damit will man dem Abstellen größerer Fahrzeuge einen Riegel vorschieben.

Pendlerplätze bleiben erhalten

Befahrbar und damit nutzbar bleiben soll nur ein Teilstück des Brückenbereichs. „Dort werden wir in Schrägaufstellung etwa zehn Parkplätze für Autos einrichten“, informiert Johanning. Diese sollen vor allem als Mitfahrerparkplatz für Berufspendler dienen, sagt der Sprecher des Bielefelder Landesbetriebs. „Diese Nutzung ist gewollt und soll auch in Zukunft möglich bleiben.“ Für die anstehenden Arbeiten ist das Areal unter der B 55-Brücke ab Montag, 17. Mai, gesperrt. Dauerparker müssen das Feld bis dahin räumen – oder werden nötigenfalls abgeschleppt. Johanning geht von einer kurzen Umbauphase aus. „Das erledigen wir mit eigenem Personal und Bordmitteln.“

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