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Rheda

Ersatzprogramm weckt Vorfreude auf 2022

Rheda

Wiedenbrück (gl) - Ein bisschen Schützenfest geht immer - auch in Corona-Zeiten. Für ihr Festwochenende hatten die St.-Hubertus-Grünröcke ein pandemiegerechtes Ersatzprogramm auf die Beine gestellt.

Zeichen der Hoffnung: Ihre Wünsche für die Zukunft ließen die Batenhorster Schützen und Dorfbewohner in Form von farbenfrohen Luftballons während des Freiluftgottesdiensts in den strahlend blauen Himmel über dem Rheda-Wiedenbrücker Stadtteil steigen. Foto:

Dieses erfüllte zwei Funktionen zugleich: Es war ein Trostpflaster für das erneut ausgefallene Schützenfest und weckte zugleich die Vorfreude auf 2022, wenn hoffentlich wieder richtig gefeiert werden darf. Eigentlich sind es die schönen Momente an einem Schützenfestwochenende, an die man sich später erinnert, aber genauso wichtig sind auch der Blick zurück und das Gedenken an die Vereinsmitglieder sowie Dorfbewohner, die in die Ewigkeit vorausgegangen sind. Dieser alten Tradition folgend, begannen die Batenhorster Schützen ihr Ersatzprogramm mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal. 

„Weck-Trupp“ zieht durch die Straßen

Diese würdevolle Aufgabe übernahm im Schatten der Herz-Jesu-Kirche eine Abordnung der Bruderschaft. Nach der Abendmesse in der Kirche hielt Präses Pastor Rüdiger Rasche eine bewegende Gedenkrede, in der er zum Frieden in der Welt wie im Kleinen vor Ort mahnte. „Wir tragen unsere verstorbenen Schützenschwestern und Schützenbrüder immer in unseren Gedanken und in unseren Herzen mit uns“, waren sich alle einig. 

Was wäre ein Schützenfest-Wochenende in Batenhorst ohne das Wecken mit Musik? Auch wenn das Programm coronabedingt arg zusammengestrichen werden musste, wollten die Schützen diesen alten und zugleich beliebten Brauch nicht ausfallen lassen. Als in den frühen Sonntagmorgenstunden seichte Schützenfestmusik in den Straßen des Dorfs erklang, ging nicht nur vielen Vereinsmitgliedern, sondern auch zahlreichen Bewohnern des Stadtteils das Herz auf. Nachdem die Menschen im Dorf wach waren, machte sich der „Weck-Trupp“ auf zum Silberkönigspaar Rudi und Rosalia Schultenkämper: eine Überraschung, mit der das Paar nicht gerechnet hatte. 

Mit schwungvoller Musik holten die Batenhorster Schützen ihre Majestäten der Session 1996/97 aus den Federn. Und als dann auch noch das Throngefolge von einst dem Silberkönigspaar frische Brötchen brachte, hätte es für alle Beteiligten keinen besseren Start in diesen ganz besonderen Schützenfestsonntag geben können. Als dritte und letzte Station wurde in diesem Jahr nicht das amtierende Königspaar geweckt. Stattdessen marschierte die Abordnung zu Präses Rüdiger Rasche. „Schließlich wissen wir ja nicht, wie lange Rüdiger uns noch erhalten bleibt, und so gilt es, jeden weiteren Tag mit ihm zu genießen“, erläuterte Brudermeister Jörg Hinse mit Blick auf personelle Änderungen im Pastoralverbund.

Wunschzettel steigen an Luftballons in den Himmel

Mit Rasche sowie dem amtierenden Königspaar Michael II. und Ingrid I. Wiedenhaus ging es weiter zum Festhochamt auf dem Schützenplatz. Dank der Unterstützung von vielen freiwilligen Helfern konnte dort ein wahrhaft farbenfrohes Festhochamt organisiert werden. „Unter dem Motto ,Hostie to go‘ wurde ein Festhochamt mit unserem frisch geweckten Präses Rüdiger Rasche auf dem Schützenplatz gefeiert, von dem wir sicher noch lange in unserer Bruderschaft sprechen werden“, resümierte Schützenchef Hinse. 

Mit einer Mischung aus klassischen Kirchenliedern durch die Bokeler Musikfreunde und modernen Klängen der Band „Churchrockers“ setzten die Schützen ein ganz besonders Zeichen. Mit Luftballons schickten die Gläubigen dabei ihre Wünsche für die Zukunft gen Himmel. Hinses Dank galt allen Helfern sowie Pastor Rasche. „Allein dieses gemeinsame Schaffen und der Zusammenhalt sind ein toller Lohn für einen schönen Vormittag im Kreise der Schützengemeinschaft“, bilanzierte er. 

Viele schöne Erinnerungen geschaffen

Zum Abschluss wurde das Motto „Hostie to go“ in die Tat umgesetzt: Präses Rasche und die Throngesellschaft des Königspaars aus dem Jahr 2017/2018, Christian und Astrid Wortmann, brachten den älteren Mitgliedern der Bruderschaft, die nicht persönlich am Gottesdienst teilnehmen konnten, die Heilige Kommunion nach Hause. So bleiben viele schöne Erinnerungen an ein ganz besonderes Batenhorster Schützenfest 2021.

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