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NRW-Stiftung investiert 500.000 Euro in Wiedenbrücker Schule Museum

Erst gefördert, jetzt besucht

Rheda-Wiedenbrück (WB). Eines »ihrer Kinder« hat der Vorstand der NRW-Stiftung nun besucht. Die Gruppe war zu Gast im Wiedenbrücker Schule Museum, das seinerzeit für die Restaurierung mit der stolzen Summe von 500.000 Euro von der NRW-Stiftung gefördert wurde.

Waltraud Leskovsek

Die Vorstandsgruppe der NRW-Stiftung hielt ihre Klausurtagung im Wiedenbrücker schule Museum ab. Die Stiftung hatte die Restaurierung seinerzeit mit 500.000 Euro gefördert. Von links Museumsleiterin Christiane Hoffmann, Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Gerd Serges, Arno Bergmann, Norbert Flaskamp, Franz-Josef Lersch-Mense, Karl-Peter Brendel, Dr. Ute Röder, Dr. Christian Mecking, Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann, Martina Grote, Präsident Eckhard Uhlenberg, Harry Kurt Voigtsberger. Foto: Waltraud Leskovsek

Anlass war eine Klausurtagung, die im Museum abgehalten wurde. Museumsleiterin Christiane Hoffmann begrüßte die Gäste und stellte ihnen das Haus und das Konzept vor. Der stellvertretende Bürgermeister Norbert Flaskamp begrüßte die zehnköpfige Gruppe und betonte, dass das Museum nach und nach zu einem wichtigen Spielort für die Stadt geworden sei. Er dankte der Stiftung dafür, dass sie die Restaurierung so wohlwollend unterstützt haben aber auch dafür, dass sie zehn Jahre später das Museum noch einmal in seiner vollen Pracht besichtigen wollten.

Fassade macht Gebäude besonders

Von der Stiftung Wiedenbrücker Schule begrüßten Gerd Serges und Arno Bergmann die Gruppe. Serges erläuterte, dass das Haus mit seinen 115 Jahren nicht gerade zu den ältesten in Wiedenbrück gehört, aber durch seine sehr interessante Fassade mit zu den markantesten. Das Künstlerhaus an der Rietberger Straße wurde 1904 durch die Familien Dittrich und Knoche erbaut. Die Fassade wurde von den Künstlern so gestaltet, dass ein jeder erkennen konnte, dass dort die Kunst beheimatet war. Nach rund zwölf Jahren konnten sie das Haus nicht mehr halten und es stand lange leer. Direkt dazu gehörte die ehemalige Werkstatt, in der heimische Kunsthandwerker insbesondere Altarbauer gemeinsam von 1870 bis 1920 tätig waren. In den 1990er Jahren kaufte Familie Höner das Ensemble und renovierte das Künstlerhaus zu einem Mehrfamilienhaus mit viel Liebe zum Detail.

Ehrenamtliches Engagement ist wichtiges Kriterium

Die Werkstatt wurde ebenfalls renoviert und dank der Unterstützung zahlreicher Förderer und der gegründeten Stiftung Ausstellungs- und Begegnungsstätte Wiedenbrücker Schule als Träger war das 2,1 Millionen teure Vorhaben möglich. Das Museum konnte dort einziehen. Der Präsident der NRW-Stiftung Eckhard Uhlenberg bestätigte, dass die Entscheidung für die Förderung sicherlich richtig gewesen sei. Das würde man deutlich spüren und in Rheda-Wiedenbrück würde ehrenamtliches Engagement, was ein wichtiges Kriterium für die Förderung sei, großgeschrieben.

Das jährliche Stiftungstreffen wird stets an einem anderen Ort durchgeführt. In diesem Jahr hat sich der Vorstand das Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg ausgesucht, wo sie am Samstagnachmittag tagten.

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