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Rheda

Erster Abi-Jahrgang der Gesamtschule Rheda-Wiedenbrück

Rheda

Die Moritz-Fontaine-Gesamtschule (MFG) hat zur Entlassfeier des ersten Abiturjahrgangs eingeladen.

Jubelnd warfen die 65 Abiturienten des ersten Jahrgangs der Moritz-Fontaine-Gesamtschule schwarze Kopfbedeckungen in die Luft – die allerdings als Scherz gemeint waren. Denn eine Schuluniform gibt es an der MFG gar nicht. Im Innenhof der Lehranstalt fand danach ein Sektempfang statt.

Rheda-Wiedenbrück (gdd) - „Auf Flüge(l)n in die Zukunft“: Mit einer fünfminütigen Live-Zeichnung des Abi-Logos überraschte Phone Man Thi Ha die Festversammlung in der neuen Mensa. Der 19-Jährige aus Myamar ist einer von 65 Teilnehmern des ersten Abiturjahrgangs der Moritz-Fontaine-Gesamtschule (MFG).

Architekten des eigenen Lebens

An der Entlassfeier nahm als Ehrengast Rheda-Wiedenbrücks erster Bürger Theo Mettenborg teil. Der Einzug der festlich gekleideten Abiturienten in die Mensa, die Begrüßung durch den Obertstufenkoordinator Oliver Sichau und Glückwünsche des Stadtoberhaupts zählten zu den ersten Programmpunkten der rund zweistündigen Veranstaltung. Mettenborg wies darauf hin, dass der erste Abi-Jahrgang, der vor neun Jahren in der MFG gestartet war, „ein Stück Schul- und Stadtgeschichte“ schreibe. Den jungen Menschen mit dem erfolgreichen Abschluss in Zeugnisform in der Hand empfahl er, als „Architekten des eigenen Lebens“ in Zukunft Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen zu beweisen – aber in der Gegenwart erst einmal „durchzuatmen und den Moment zu genießen.“ 

Die seit Mai 2021 als Schulleiterin tätige Pädagogin Sylvia Peto hielt gut gelaunt eine kurze Ansprache, sie zitierte den irischen Nobelpreisträger für Literatur George Bernard Shaw: „Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit – das ist der Grund, warum sich die meisten Leute vor ihr fürchten.“ Zwei Schülerinnen, die das Jahrgangssprecherteam bildeten, sprachen „von vielen Baustellen, die wir gemeistert haben. „Die als anstrengend empfundene Schulzeit hätten „großartige Lehrer als Trainer, die uns forderten und förderten“ mit getragen. Die Stufenleitern der „Q2“, Nicole Wasner, gab den langjährigen Schützlingen mit auf den Weg: „Wenn eure Ballonfahrt ein Wind mal in eine andere Richtung treibt, müsst ihr das Ziel weiter im Auge behalten und es ansteuern.“ 

Gottesdienst greift den Wunsch nach Frieden auf

Vorangegangen war der Feierstunde ein ökumenischer Gottesdienst in der benachbarten Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Ihn hatten Schülerinnen des evangelischen und katholischen Religionskurses in der „Q2“ der MFG vorbereitet. Ein Lehrerensemble verlieh dem Gottesdienst einen musikalischen Rahmen. Der katholische Pastor Frederic Kernbach, die evangelische Pfarrerin Sarah Töws und der syrisch-orthodoxe Geistliche Augin Yalcin nutzten das MFG-Logo für Hinweise auf die künftige Lebensführung der Entlassschüler. Es zeigt ein Airline-Flugzeug mit den Initialen der Schule abflugbereit vor einem Terminal. Der Gottesdienst griff wiederholt den Wunsch nach Frieden auf. In einer Spendenkollekte kamen rund 300 Euro zusammen. Sie sollen geflüchteten ukrainischen Familien in der Doppelstadt über eine Aktion der Bürgerstiftung zugute kommen.

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