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Falschfahrer: Schwerer Unfall auf der A2 in Rheda

Rheda

Ein Falschfahrer hat auf der A2 auf Rheda-Wiedenbrücker Stadtgebiet einen Unfall verursacht. Zum Glück gab es nur einen leicht Verletzten.

Nach etwas mehr als drei Kilometern war die Falschfahrt eines Oelders am Montagnachmittag auf der A2 beendet. In Rheda kollidierte er mit einem anderen Fahrzeug.

Rheda-Wiedenbrück (ei/the) - Ein 59-Jähriger aus Oelde ist am Montagnachmittag falsch auf die Autobahn A2 gefahren und auf der Richtungsfahrbahn Dortmund gut drei Kilometer weit gekommen, ehe er mit dem Audi eines 48-Jährigen aus Bad Oeynhausen seitlich zusammen stieß. Der Audi-Fahrer hatte der Polizei zufolge durch ein Ausweichmanöver gerade noch einen Frontalzusammenstoß vermeiden können. Wie der Falschfahrer überhaupt so weit fahren konnte, ohne dass es zu einem Unfall kam, war am Abend unklar.

Bei der Kollision wurde der rote Mazda  eines Oelder Händlers so stark beschädigt, dass er kurz vor der Brücke „An der Radheide“ – mehrere hundert Meter hinter der Unfallstelle - liegen blieb.

Der 59-Jährige verlies das Fahrzeug. Vorsichtshalber wurde ein Polizeihubschrauber angefordert, weil der Verdacht bestand, der Mann sei – mutmaßlich verletzungsbedingt – geflüchtet. Er konnte aber im Bereich der Unfallstelle angetroffen werden.

Dutzende Notrufe bei der Polizei

Gegen 15.20 Uhr klingelte der Notruf bei den Leitstellen von Polizei und Feuerwehr in Warendorf sowie Gütersloh ununterbrochen. Binnen weniger Minuten wurde der Falschfahrer von dutzenden Autofahrern gemeldet. Die Polizei-Leitstelle Bielefeld veranlasste auch sofort eine Meldung für den Verkehrs-Warnfunk.

Neben den hauptamtlichen Kräften der Feuerwehr wurde auch der Löschzug Rheda, zwei Rettungswagen sowie das Notarzteinsatzfahrzeug alarmiert, berichtete Einsatzleiter Andreas Harder. An der Unfallstelle konnte nach dem Eintreffen der ersten Retter schnell Entwarnung gegeben werden: Niemand war eingeklemmt, und der Audi-Fahrer hatte lediglich leichtere Blessuren davon getragen.

Vollsperrung Richtung Westen

Beamte der Autobahnpolizei hatten mit Hilfe ihrer Kollegen aus Rheda-Wiedenbrück und Oelde die Autobahn zunächst komplett gesperrt, nach gut 20 Minuten konnte die Richtungsfahrbahn Hannover wieder frei gegeben werden. Die drei Fahrspuren Richtung Westen blieb mehr als eine Stunde gesperrt. Zunächst musste der Pkw des Falschfahrers abgeschleppt und die Fahrbahn gereinigt werden. Anschließend wurden zwei der drei Fahrspuren frei gegeben, der (rechte) Hauptfahrstreifen blieb zunächst weiter gesperrt. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von bis zu acht Kilometern bis auf das Teilstück zwischen der Raststätte Gütersloh und der Anschlussstelle Rheda-Wiedenbrück.

Viele Verkehrsteilnehmer verließen hier die Autobahn, auf den Umleitungsstrecken wie der Gütersloher Straße, der Neuenkirchener sowie der Oelder Straße ging es im Feierabendverkehr nur noch Schrittweise voran.

An den beiden primär am Unfall beteiligten Fahrzeugen entstand jeweils Totalschaden. Sie mussten abegeschleppt werden. Durch umherfliegende Teile wurden noch mehrere Fahrzeuge, auch auf der Richtungsfahrbahn Hannover, leicht beschädigt.

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