1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Rheda-wiedenbrueck
  6. >
  7. Feuerwehreinsatz im Gewerbegebiet Aurea

  8. >

Rheda-Wiedenbrück

Feuerwehreinsatz im Gewerbegebiet Aurea

Rheda-Wiedenbrück (ei) - Großeinsatz von 50 Feuerwehrleuten über mehrere Stunden bei einem Pharmahersteller im interkommunalen Gewerbegebiet Aurea: Nachdem schon am Sonntagabend ein LKW mit Dünndarmabfällen in einer Halle abgestellt worden war, bildete sich am Montagmorgen Schwefelwasserstoff.

Anonymous User

Foto:

„Schwefelwasserstoff ist hochgiftig, brennbar und explosiv“, berichtete Feuerwehr-Pressesprecher Matthias Köpp. Da hatten sich einige seiner Kameraden gerade mit Vollschutzanzügen ausgerüstet, um sich selber keiner Gefahr auszusetzen. Zunächst war die betroffene Halle durch eine Seitentür mit einem Hochleistungsgerät belüftet worden, das auch feine Wassertropfen in die Halle drückte.

Explosionsgefahr minimieren

So konnte eine Explosionsgefahr minimiert werden. Um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurden vor dem Unternehmen ein Hydrant angezapft und eine lange Schlauchleitung verlegt. Stadtbrandinspektor Christian Kottmann und Einsatzleiter bildete mehrere Abschnitte und ließ zur weiteren Unterstützung unter anderem den Abrollbehälter mit zusätzlichen Atemluftflaschen anrücken.

Nach dem Alarm um 11.10 Uhr rückten zunächst die Löschzüge Rheda, Wiedenbrück, Batenhorst und St. Vit aus. Später wurden auch die Kameraden aus Lintel an die Einsatzstelle gerufen, um genügend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu haben. Nachdem in der Halle die Situation hatte entschärft werden können, wurde das Fahrzeug ins Freie gefahren. Dabei achteten die Feuerwehrleute insbesondere darauf, dass keine kontaminierten Teile ins Freie gelangten.

Feuerwehrleute arbeiten in Vollschutzanzügen

In einem abgegrenzten Bereich wurde das Fahrzeug dann noch einmal gründlich untersucht und einem Fachunternehmen übergeben. Auch die Halle musste intensiv gereinigt werden. Solche Einsätze, bei denen die Feuerwehrleute nur unter Vollschutzanzügen arbeiten könnten, seien sehr personalintensiv hieß es und daher war auch in den frühen Abendstunden nicht klar, wie lange der Einsatz genau dauern würde.

Dekontaminierung erforderlich

Zusätzlich müssten die eingesetzten Kräfte auch dekontaminiert werden, um den gefährlichen Stoff nicht weiter zu verteilen, erläuterte der Feuerwehrsprecher. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Vor Ort in dem Gewerbegebiet der drei Kommunen Rheda-Wiedenbrück, Oelde und Herzebrock-Clarholz machten sich auch Vertreter des Ordnungsamts der Stadt Rheda-Wiedenbrück sowie der Unteren Wasserbehörde des Kreises Gütersloh ein Bild des Geschehens.

Startseite