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Commerzbank betreut 7000 Kunden in Rheda-Wiedenbrück

Filiale vor 60 Jahren eröffnet

Rheda-Wiedenbrück (WB). Im Jahr 1959, als die Wirtschaft in Rheda und Wiedenbrück einen Aufschwung erlebte, insbesondere die Möbelindustrie boomte und als Lohntüten abgeschafft wurden, da eröffnete am 29. Juni die Commerzbank als erste Großbank in Wiedenbrück eine Filiale. Damit wurde die gestiegene wirtschaftliche Bedeutung der Region unterstrichen.

Waltraud Leskovsek

An der Wasserstraße 13 wurde die erste Commerzbank-Filiale in Wiedenbrück am 29. Juni 1959 eröffnet. Seinerzeit war die Bank sogar samstags von 8.30 bis 12 Uhr für Kunden geöffnet. Vieles hat sich verändert, doch die wesentlichen Dinge sind bis heute geblieben. Foto:

An der Wasserstraße 13 befand sich in einem Neubau der erste Standort. Bereits dort wurden die damals brandaktuellen technischen Neuigkeiten wie Briefschließfächer und ein Tag- und Nachtresor, der bei Einschub einer vollen Kassette direkt eine leere Kassette zurückgab, eingebaut. Gerade für die Geschäftsleute war das ein großer Pluspunkt, weil sie außerhalb der Öffnungszeiten einzahlen konnten.

Herbert Zellmann war der erste Filialleiter

Der erste Wiedenbrücker Filialleiter war Herbert Zellmann. Die Commerzbank in der Stadt erfreute sich schnell neuer Kunden. Kaum zu glauben, aber erst 1962 durften auch verheiratete Frauen ein Konto eröffnen – und zwar ohne Zustimmung ihres Ehegatten.

Der wachsende Geschäftsumfang erforderte schon bald den Umzug in größere Räume. Seit 1972 befindet sich die Filiale am Klingelbrink 20. In den folgenden Jahren wurde sie wiederholt umgebaut und den Anforderungen des Bankgeschäfts angepasst. Dabei entfiel der lange schwere Banktresen, es erfolgte eine technische und eine optische Modernisierung. 1994 wurde in der Kundenhalle das neue Konzept der integrierten Kundenberatung verwirklicht. Großzügig gestaltete Beratungszonen boten nun den Kunden die Möglichkeit, alle finanziellen Angelegenheiten mit ihrem Berater in ruhiger und persönlicher Atmosphäre zu besprechen.

Fusion mit der Dresdner Bank im Jahr 2009

Im Jubiläumsjahr 2009 wurde der Selbstbedienungsbereich um moderne Service-Terminals erweitert. Nach der Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank im Jahr 2009 wurden beide Filialen in Rheda wie in Wiedenbrück als Commerzbank-Filialen weitergeführt. Im September 2015 erfolgte die Zusammenlegung beider Filialen am Standort am Klingelbrink. Als »Filiale der Zukunft« ist die Commerzbank Rheda-Wiedenbrück mit Geldein- und Auszahlautomaten, Kontoauszugsdrucker und Selbstbedienungsterminal auf dem technisch neuesten Stand. Bei der Eröffnung lautete der Anspruch: »Neuzeitliche Einrichtungen gewährleisten eine schnelle und zuverlässige Abwicklung sämtlicher Geschäftsvorfälle«. Dazu steht die Filiale noch heute.

Onlinebanking-Geschäft wächst

Das Onlinebanking-Geschäft wächst. Alleine im ersten Halbjahr 2019 um rund 20 Prozent. Die Commerzbank hält an ihrem kostenlosen Girokonto fest. Das kostenlose Girokonto gibt es seit 13 Jahren. »Das ist unser Ankerthema, und selbstverständlich wird es das auch weiterhin geben«, betont Filialdirektor Jan Flöthmann, der seit anderthalb Jahren die Geschicke leitet. 7.000 Privatkunden werden von einem achtköpfigen Team beraten und betreut. Bei Bedarf werden Spezialisten für Wertpapiere, Vorsorge und Versicherungen hinzugezogen.

Am Mittwoch, 4. September sind in der Zeit zwischen 10 und 17 Uhr alle Kunden und die, die es vielleicht mal werden möchten, zum Tag der offenen Tür bei Kaffee und Kuchen eingeladen um gemeinsam das 60-jährige Bestehen zu feiern. Flöthmann freut sich auf Zeit für persönliche Gespräche in lockerer Atmosphäre mit den Rheda-Wiedenbrückern.

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