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Rheda-Wiedenbrück

Fleischbranche ein Fall für Forscher

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Eine internationale Forschungsgruppe möchte untersuchen, warum es weltweit vermehrt in Fleischfabriken zu Corona-Ausbrüchen kam. Tönnies unterstützt als Partner und hilft eigenen Angaben zufolge bei der Entwicklung langfristiger Lösungen für die gesamte Branche. 

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Das internationale Forschungsprojekt ist eines der größten europäischen Projekte, das sich derzeit mit dem Thema Covid-19 in Fleischbetrieben befasst. Teil des Teams ist Gereon Schulze Althoff, Leiter des Qualitätsmanagements bei Tönnies. Foto:

Unter der Leitung von renommierten Wissenschaftlern vom University College Dublin (Irland) haben sich vor wenigen Tagen die Teilnehmer des Projekts zu einem Auftaktgespräch digital versammelt. Das internationale Forschungsprojekt ist laut Tönnies eins der größten europäischen Vorhaben, das sich derzeit mit dem speziellen Thema Covid-19 in Fleischbetrieben befasst. Das mache sich auch in dem zur Verfügung gestellten Budget bemerkbar: 1,5 Millionen Euro werden nach Angaben des Marktführers in die Untersuchungen investiert.

Ziel ist es, zu verstehen, wie sich das Coronavirus in Fleischbetrieben ausbreitet. Anschließend sollen Lösungen und Maßnahmen entwickelt werden, um Betriebe und Mitarbeiter künftig noch besser zu schützen. Ein Arbeitspaket beispielsweise kümmert sich um die Erforschung in wieweit die Untersuchung von Abwasser in Fleischunternehmen als Frühwarnindikator für eine erhöhte Infektionslage dienen kann.

„Sehr sensitive Analysemethoden erlauben völlig neue Untersuchungsmöglichkeiten. Wir freuen uns auf die Forschungszusammenarbeit, die unseren betrieblichen Abläufen unmittelbar nützen wird“, sagt Gereon Schulze Althoff, Leiter des Qualitätsmanagements bei Tönnies. Neben Deutschland war auch Irland von Corona-Ausbrüchen in mehreren Fleischbetrieben betroffen. Schulze Althoff freut sich über das wissenschaftliche Interesse am Tönnies-Hygienekonzept: „Das Forschungsprojekt bietet jetzt auch international einen besseren Austausch. Dabei können wir auf der einen Seite unser Hygienekonzept vorstellen und auf der anderen Seite neue Erkenntnisse aus den anderen Ländern für unsere Betriebe sammeln“.

Außer ihm sind auch Wissenschaftler verschiedener Universitäten an dem Projekt beteiligt. So auch Professorin Melanie Brinkmann von der Technischen Universität Braunschweig. Mehr Informationen zum Projekt „Understanding and preventing Covid-19 outbreaks in meat processing plants – prepared for the future“ (UPCOM) finden Interessenten im Internet.

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