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Rheda-Wiedenbrück

Frisch-Linnhoff lehnt Ratsmandat ab

Rheda-Wiedenbrück (sud) - Brigitte Frisch-Linnhoff wird dem neuen Stadtrat nicht angehören - obwohl die ehemalige Bürgermeisterkandidatin der SPD über die Reserveliste in das Kommunalparlament eingezogen war. Die 58-Jährige hat dem Wahlleiter erklärt, dass sie die Annahme des Ratsmandats ablehnt.

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Michaela Koroch führte für die Entscheidung ihrer Parteikollegin am Montag vor allem berufliche Gründe ins Feld. Die zeitliche Belastung Frisch-Linnhoffs als Mitglied der Leitung der Rheda-Wiedenbrücker Gesamtschule sei enorm und nicht länger mit der ehrenamtlichen Ratsarbeit vereinbar. „Anders hätte die Sache freilich ausgesehen, wenn sie Bürgermeisterin geworden wäre“, sagt SPD-Ortsvereinsvorsitzende Michaela Koroch. „Dann hätte sie ihre Arbeit als Lehrerin ja ohnehin aussetzen müssen.“

Beruflich zu sehr eingespannt

Brigitte Frisch-Linnhoff werde der Partei aber künftig als sachkundige Bürgerin im Schulausschuss zur Verfügung stehen. „Darüber freuen wir uns außerordentlich“, betont Koroch. Das frei werdende Ratsmandat übernimmt Anja Kern. Die 53-jährige Rhedaerin, die über die Reserveliste nachrückt, ist stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende der SPD. Im Rat verfügen die Sozialdemokraten über sechs Sitze.

Unklar ist aktuell noch, wie es bei den Bündnisgrünen weitergeht. Ex-Bürgermeisterkandidatin Sonja von Zons und ihr Lebensgefährte Stefan Breddermann hatten vorige Woche angekündigt, der grünen Ratsfraktion den Rücken kehren zu wollen. Am Montag wollten weder von Zons noch die Partei Stellung beziehen. Sie verwiesen auf ein Gespräch, das für Mittwochabend anberaumt sei. Daran werden sowohl die Mitglieder des Ortsverbands der Grünen als auch der Ratsfraktion teilnehmen. Erst danach könne man mehr sagen.

Gespräche zwischen von Zons und Grünen

In der vorigen Woche klang das Ganze noch wesentlich eindeutiger. In einer Presseerklärung hatte von Zons von einem „nachhaltig gestörten Vertrauensverhältnis“ gesprochen. Und weiter: „Fest steht, dass weder ich noch Stefan Breddermann in der Fraktion mitarbeiten werden.“ Sie begründete dies unter anderem mit mangelnder Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie fehlender Rotation bei der Besetzung von Ämtern.

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