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Rheda

Geldhaus macht Mitarbeitern Impfangebot

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Wiedenbrück (sud) - Die Kreissparkasse Wiedenbrück hat ihren Mitarbeitern ein Impfangebot gemacht. Weil nicht alle der 300 Beschäftigten von der Möglichkeit Gebrauch machten, sich immunisieren zu lassen, konnten auch Beschäftigte anderer Sparkassen im Kreis einen Impftermin erhalten.

Beschäftigte der Kreissparkasse Wiedenbrück konnten sich Anfang der Woche gegen Covid-19 impfen lassen. Foto:

Die großangelegte Impfaktion ging in der ersten Wochenhälfte am Stammsitz der Kreissparkasse an der Wasserstraße in Wiedenbrück über die Bühne. Räumlichkeiten waren nach Vorgaben eines Arztes, mit dem die Bank bei der Corona-Impfung ihrer Beschäftigten zusammengearbeitet hat, im Vorfeld entsprechend hergerichtet worden. Der Impfstoff von Johnson & Johnson unterliegt seit einigen Wochen nicht mehr einer Priorisierung. „Dadurch wurde die Impfkampagne in unserem Haus überhaupt erst möglich“, sagt Sparkassenvorstand Werner Twent. 

Banken Teil der Kritischen Infrastruktur

„Da wir als Geldinstitut der sogenannten kritischen Infrastruktur angehören, haben wir in den vergangenen Wochen unser Augenmerk darauf gerichtet, unsere Mitarbeiter bei der Corona-Impfung zu unterstützen“, unterstreicht Twent, dass der Aktion ein längerer Vorlauf vorausging. Dabei sei der Kontakt zu dem niedergelassenen Arzt entstanden, der die Impfdosen aus seinem Kontingent zur Verfügung stellte. „Über dieses Angebot haben wir uns ebenso gefreut wie viele unserer Mitarbeiter.“ In den vergangenen Wochen hatten sich viele der 300 Bankangestellten aber schon selbst um eine Impfmöglichkeit bei einem niedergelassenen Arzt oder in einem der offiziellen Impfzentren bemüht. Deshalb war die Nachfrage bei der Kreissparkasse Wiedenbrück unterm Strich dann doch geringer als gedacht. 

Das wiederum freute die Mitarbeiter der anderen drei Sparkassen im Kreisgebiet (Gütersloh-Rietberg, Halle und Versmold): „Wir haben die verbleibenden Impfdosen den Beschäftigten der anderen Sparkassen im Kreis angeboten“, erläutert KSK-Vorstandschef Werner Twent auf Nachfrage dieser Zeitung. Von der unverhofften Möglichkeit, sich zeitnah gegen das Coronavirus immunisieren zu lassen, hätten viele Mitarbeiter der benachbarten Institute aus dem Sparkassenverbund regen Gebrauch gemacht, sagt Twent. Kein Tropfen des Impfstoffs sei übriggeblieben.

Maßnahmenpaket zum Corona-Schutz

Die Kreissparkasse Wiedenbrück betreibt in ihrem Geschäftsgebiet zwölf Niederlassungen und SB-Punkte. Kundenkontakt findet dort auch in Zeiten der Corona-Pandemie statt. Denn längst nicht alle Bankgeschäfte lassen sich komplett telefonisch oder online regeln. Gleichwohl müssen Finanzierungen, Geldanlagen und Co. auch in Zeiten des Lockdowns verlässlich funktionieren. Deshalb gehört das 1855 gegründete Kreditinstitut ebenso wie alle anderen Sparkassen und Banken im Land zur sogenannten kritischen Infrastruktur – und die Mitarbeiter gelten wegen des Kundenkontakts als gefährdeter als Beschäftigte vieler anderer Branchen. 

„Seit Beginn der Corona-Pandemie hat die Kreissparkasse Wiedenbrück unterschiedliche Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiter sowie zur Sicherung des Geschäftsbetriebs ergriffen“, erläutert Vorstandsvorsitzender Werner Twent. „Dazu gehören neben dem Angebot des mobilen Arbeitens auch eine räumliche Trennung von Mitarbeitern, Maskenpflicht und regelmäßige Selbsttests.“ Mit dem Impfangebot sei die Strategie nun um einen wichtigen Aspekt ergänzt worden.

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