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Rheda-Wiedenbrück

Gewächshäuser sind bald Geschichte

Rheda-Wiedenbrück (eph) - Die Glasgewächshäuser der Orchideenzucht Dürbusch in Wiedenbrück sind bald Geschichte. Die Abrissarbeiten haben begonnen. Wie das Areal an der Triftstraße künftig genutzt wird, ist noch nicht klar.

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Mit Gewächshäusern kennen sich die Holländer aus. Das gilt offensichtlich nicht nur für den Bau und Betrieb der Glaskästen, sondern auch für deren Entsorgung. So sind Spezialisten eines niederländischen Abbruchunternehmens aus der Nähe von Rotterdam seit Wochenbeginn damit beschäftigt, die alten Gewächshäuser des Orchideenbetriebs Dürbusch an der Wiedenbrücker Triftstraße dem Erdboden gleichzumachen.

Abriss hat begonnen

Getrennte Berge von Glas, Gestänge und Eisenschrott zeugen davon, dass die Altmaterialien sorgfältig getrennt werden. Und richtig: Ein Radladerfahrer bestätigt auf Anfrage, dass es unterschiedliche Abnehmer für die Wertstoffe gibt: Das Altglas geht per Sattelzug zum Einschmelzen nach Belgien, das Gestänge hat einen Interessenten in Polen gefunden, und der Eisenschrott verbleibt in Deutschland.

Der Abbruch der Gewächshäuser, von denen die ältesten seit 30 Jahren, die jüngsten seit 16 Jahren an der Triftstraße stehen, war möglich geworden, weil die Firma Dürbusch im vorigen Jahr an der Linteler Kapellenstraße einen neuen größeren Standort für ihre Orchideenzucht in Betrieb genommen hat (diese Zeitung berichtete). Stand dem Unternehmen an der Triftstraße eine Fläche von 5500 Quadratmetern zur Verfügung, so sind es in Lintel jetzt 9000 Quadratmeter.

Folgenutzung noch ungewiss

Wie die in einem Wohn-Gewerbe-Mischgebiet gelegene neue Freifläche an der Triftstraße gegenüber der Eichendorffschule künftig genutzt werden soll, steht noch in den Sternen. Oliver Dürbusch: „Aktuell gibt es von uns keine Pläne.“

In einer Sitzung vor drei Jahren hatte sich der kommunale Bau-, Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss mit elf Ja-Stimmen bei einer Enthaltung dafür ausgesprochen, für das Gebiet einen Bebauungsplan „mit dem Ziel der Festsetzung eines allgemeinen Wohngebiets“ aufzustellen.

Unternehmen um 1920 gegründet

Den Anlass zu dieser Entscheidung hatten Pläne des bestehenden Netto-Markts für einen Neubau im hinteren Bereich seines jetzigen Standorts geliefert.

Das Unternehmen Dürbursch wurde in den 1920er-Jahren an der Triftstraße von Heinrich Dürbusch, dem Urgroßvater des heutigen Besitzers Oliver Dürbusch, als Baumschule gegründet. Aus dem Betrieb, der sich später auf die Zucht von Nelken und danach auf Orchideen spezialisiert hat, stammt auch die Züchtung der eingetragenen Apfelsorte „Schöner von Wiedenbrück“.

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