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Rheda

Gunter Demnig verlegt in Rheda drei seiner Stolpersteine

Rheda

Damit erinnert der Künstler an Moritz Louis, Gertrude und Heinz Günther Goldschmidt, die 1936 vor den Nazis aus Rheda geflohen sind.

2013 hat Gunter Demnig erstmals seine Stolpersteine in Rheda-Wiedenbrück verlegt.

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Der Künstler Gunter Demnig verlegt in Rheda-Wiedenbrück erneut Stolpersteine. Damit will er an das Schicksal der jüdischen Familie Goldschmidt erinnern.

Ermordet im Konzentrationslager Theresienstadt

Die Stolpersteine werden an der Berliner Straße 36 in Rheda verlegt, dem letzten frei gewählten Wohnsitz von Moritz Louis, Gertrude und Heinz Günther Goldschmidt. Von dort war die Familie 1936 in die Niederlande geflüchtet. Nach der deutschen Besetzung des Nachbarlands waren die frühen Rhedaer Bürger dort zunächst im Internierungslager Westerbork inhaftiert worden. Von dort wurden sie wie viele anderen Flüchtlinge ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo sie ermordet wurden.

Die Israel-AG des Einstein-Gymnasiums Rheda hat sich mit dem Schicksal der Goldschmidts beschäftigt und wird bei der Stolperstein-Verlegung über Leben und Tod der Familie berichten. Am Dienstag, 24. Januar, wird der Künstler Gunter Demnig um 9 Uhr in Rheda erwartet. Alle Interessenten sind willkommen.

47 Gedenksteine halten die Erinnerung lebendig

Seit 2013 hat Demnig 47 Gedenksteine für Opfer der Gewaltherrschaft in Rheda-Wiedenbrück verlegt. Ziel seines bundesweiten Gedenk-Projekts ist es, eine bleibende Erinnerung an die Opfer des Nazi-Terrors zu schaffen und möglichst jedem Ermordeten oder Verfolgten einen persönlichen Gedenkort zu geben.

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