1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Rheda-Wiedenbrück
  6. >
  7. Hilfstransport in die Ukraine aus Rheda-Wiedenbrück

  8. >

Rheda

Hilfstransport in die Ukraine aus Rheda-Wiedenbrück

Rheda

Karsten Bansemer aus Rheda-Wiedenbrück will nicht tatenlos zusehen. Für Mitte April plant er einen Hilfstransport in die Ukraine.

Einen Hilfstransport in die Ukraine plant der Rheda-Wiedenbrücker Karsten Bansemer für Mitte April.

Vier Fahrzeuge mit Hilfsmaterial für Menschen in der Ukraine haben sich vor rund zehn Tagen auf den Weg zur ukrainisch-polnischen Grenze gemacht. „Ich fahre mit“, stand für den Rheda-Wiedenbrücker Karsten Bansemer fest.

Befreundetes Unternehmen gibt den Anstoß zur Aktion

Er habe den Anstoß durch das mit ihm befreundete Unternehmen C & S Reich, das Verbindungen nach Polen und zur Ukraine habe, zu dieser privaten Hilfsinitiative erhalten. In Zosin lieferten die Helfer aus der Doppelstadt an der Ems ihre Güter an einer Sammelstation ab, um die Not der Menschen, die unter dem Krieg Putins leiden, zu lindern.

Weitere Kontakte seien geknüpft worden und schnell sei klar gewesen, dass weitere Unterstützung benötigt wird, informiert Bansemer im Gespräch mit dieser Zeitung. Aus diesem Grund möchte er einen weiteren Hilfstransport organisieren, der sich am Freitag, 18. April, auf den Weg machen soll. „Ich habe das Bedürfnis, etwas zu tun. Ich kann nicht nur hier sitzen. Es ist so nah, nur 1300 Kilometer“, beschreibt er seine Motivation angesichts der schrecklichen Situation so vieler Menschen und hofft nun, dass möglichst viele Bürger seinem Aufruf zu weiteren Sachspenden folgen. Besonders dringend benötigt würden Alltagsmedikamente wie etwa Schmerzmittel, Arznei gegen Durchfallerkrankungen, Hustensaft und ähnliches. Darüber hinaus verfügt Bansemer über eine Liste mit speziellen medizinischen Hilfsmitteln, wie beispielsweise Verbandsmaterial oder Krankentrage, die gebraucht werden. Wer in dieser Richtung etwas spenden möchte, kann sich mit Bansemer unter 05242/9860900 in Verbindung setzen.

Willkommen sei zudem alles, was dabei hilft, die kalten Nächte zu überstehen, wie etwa Decken, Isomatten oder auch Campingliegen oder ähnliches. Bansemer: „Es ist alles erwünscht, was dazu beiträgt, nicht auf dem kalten Boden liegen zu müssen.“

Warme Kleidung und Fertiggerichte in Dosen

Hinsichtlich Kleidungsspenden betont er, dass speziell warme Kleidung benötigt wird, also etwa dicke Jacken und nicht etwa T-Shirts. Es sei nicht zielführend, wenn einfach etwas abgegeben wird, was man zuhause selbst nicht mehr benötigt, unterstreicht er.

Mit Blick auf Lebensmittel sind Konserven willkommen. Dazu erläutert Bansemer, dass speziell Fertiggerichte in Dosen hilfreich sind, die man erwärmen kann. Er bittet die jeweiligen Spender darum, Dosen gleichen Inhalts anzuliefern und keine bunte Vielfalt, so dass den Helfern umständliches Sortieren erspart bleibt.

Wer den Transport unterstützen möchte, der kann seine Spenden im A2-Forum an der Gütersloher Straße in Rheda am kommenden Dienstag und Donnerstag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr abgeben. Zudem ist eine Abgabe möglich bei der Firma C & S Reich an der Breiten Straße 37 in Wiedenbrück: Montag bis Donnerstag von 9 bis 12.30 Uhr sowie von 13.30 bis 16 Uhr.

Über die aktuelle Entwicklung durch den russischen Angriff auf die Ukraine halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

Startseite
ANZEIGE