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Rheda

Hilfstransport startet in Rheda-Wiedenbrück

Rheda

Ein Hilfstransport für die Ukraine macht sich von Rheda-Wiedenbrück aus auf den Weg. Wer will, kann noch spenden.

Happe-Mitarbeiter sortieren im Lager an der Nonenstraße in Rheda Hilfsgüter, die für die Ukraine bestimmt sind.

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - „Seit heute morgen steht das Telefon nicht mehr still“, stellt Patrick Dopheide mit einer gewissen Faszination fest, während sein Kollege Lars Fuhrmeister bereits das nächste Gespräch entgegennimmt. „Jetzt wird auch unsere Garage zum Sammelpunkt“, stellt Letzterer fest, als er den Anruf seiner Frau beendet hat. Seit Mittwoch sind Fuhrmeister, Dopheide und etliche andere Mitstreiter von der Happe-Gruppe mit Sitz in Rheda ausschließlich damit beschäftigt, einen Hilfstransport für die Ukraine zusammenzustellen, der zu Beginn der kommenden Woche auf die Reise geschickt werden soll. Den Anstoß dazu hatte Unternehmer Johannes Strunz-Happe selbst gegeben. Bis einschließlich Samstag, 5. März, werden jeweils von 9 bis 20 Uhr Hilfsgüter im Lager an der Nonenstraße 11 in Rheda entgegengenommen.

Lebensmittel, Decken und mehr willkommen

Benötigt werden Ruck- sowie Schlafsäcke, Decken (auch Thermodecken), Lebensmittelkonserven, Batterien, Taschenlampen, Thermobekleidung, Desinfektionsmittel, Handschuhe, Verbandsmaterial sowie -kästen, Schmerz oder Blut stillende Medikamente und ähnliche Präparate, Isomatten, Babynahrung, Infusionsbesteck, Generatoren, Powerbänke und Hygieneartikel, insbesondere für Säuglinge und Kinder. Sämtliches Material wird in den Hallen der Happe-Gruppe vorsortiert, um die Logistik in der Ukraine zu erleichtern. Partner bei dem Vorhaben ist die Firma Naturstein-Klepfer im Extertal. Dort unterhält man persönliche Kontakte nach aus Zhitomir, etwa 150 Kilometer westlich von Kiew gelegen. Über diese Verbindung soll sichergestellt werden, dass in der kommenden Woche an der ukrainisch-polnischen Grenze eine Zugmaschine bereitsteht, die den mit etwa 70 Kubikmeter an Hilfsgütern gefüllten Auflieger in Empfang nimmt. 

Eurofreight-Mitarbeiter Stefan Weihrich hat sich bereiterklärt, die Tour zu übernehmen, begleitet von einem polnischsprachigen Kollegen, „wegen der Kommunikation“, wie Patrick Dopheide sagt. Etwa 1200 Kilometer sind es bis zur Grenze zur Ukraine, weiß Lars Fuhrmeister nur zu gut: Der Logistikchef hat in der vergangenen Woche mehrfach erlebt, dass Fahrer, die Ware aus der Ukraine lieferten, ob des Kriegs in ihrer Heimat weinten. „Die Männer sind dennoch zurück – zu ihren Familien, in ihr Land.“

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