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Rheda-Wiedenbrück

Kassiererin wendet dreisten Betrug ab

Rheda-Wiedenbrück (kaw) - Abgewendet werden konnte ein Betrugsversuch, durch den der Förderverein der Rheda-Wiedenbrücker Moritz-Fontaine-Gesamtschule (MFG) um knapp 10.000 Euro gebracht worden wäre. Eine aufmerksame Mitarbeiterin der Volksbank in Rheda konnte den Nepp verhindern.

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Abgewendet werden konnte ein Betrugsversuch, durch den der Förderverein der Rheda-Wiedenbrücker Moritz-Fontaine-Gesamtschule (MFG) um knapp 10.000 Euro gebracht worden wäre. Foto:

Stutzig geworden habe sie die Kassiererin des Vereins angerufen und nachgehakt, ob es mit dem Überweisungsträger im Namen der Förderer seine Richtigkeit habe, berichtet Michaela Koroch, Vorsitzende des Vereins. „Ich war sprachlos“, äußert sie ihre Empörung darüber, dass es offenbar Menschen gibt, „die skrupellos klauen“ und nicht davor zurückschrecken, sich auf Kosten von Kindern bereichern zu wollen.

Unterschrift gefälscht

Der Überweisungsträger des Betrügers, der in einen zentral gelegenen Briefkasten des Geldinstituts eingeworfen worden sei, trage die gefälschte Unterschrift des Schulleiters Dominik Heikel. „Die ist gut nachgemacht“, berichtet Koroch im Gespräch mit dieser Zeitung. Der sei allerdings gar nicht für den Verein unterschriftenberechtigt, das seien lediglich sie und die Kassiererin. Ein konkreter Verwendungszweck sei nicht eingetragen. Zudem deute das Papier darauf hin, dass sich der Sitz der Bank, die als Empfängerin angegeben sei, in Berlin befinde. Es sei offenbar extra keine runde Summe angegeben worden, mutmaßt die Vorsitzende, sondern ein Betrag in Höhe von 9988,80 Euro.

Sowohl der Förderverein der Gesamtschule als auch Dominik Heikel hätten bei der Polizei Anzeige erstattet, informiert sie. „Das ist für den Förderverein sehr viel Geld“, unterstreicht Michaela Koroch hinsichtlich des Betrags, um den der Verein und damit die Kinder hätten bestohlen werden sollen. „Wir unterstützen viel“, betont sie die Bandbreite der Zuwendungen. Das fange an bei Zuschüssen für Starterpakete zum Schulbeginn und reiche über Beiträge für Kunst- oder Literaturprojekte bis hin zu Geld, um die Heranwachsenden zu Weihnachten mit Süßem oder einem Geschenk beglücken zu können.

Andere warnen

Im Vorstand sei auch das umsichtige Handeln seitens des Geldinstituts thematisiert worden. Einhelliger Tenor laut Koroch: „Da kann man mal sehen, wie wichtig es ist, gute Berater zu haben, die einen Blick drauf haben.“ Dem Vorstand sei es wichtig, dass durch das Publikmachen des Betrugsversuchs auch andere potenzielle Opfer gewarnt werden.

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