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Rheda-Wiedenbrück

Kostenlose Masken sind heiß begehrt

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Menschen, die 60 Jahre und älter oder vorerkrankt sind, können sich seit Dienstag FFP2-Schutzmasken in den Apotheken abholen - und zwar kostenlos. Zunächst drei Exemplare gibt es völlig unbürokratisch pro Person. In Rheda-Wiedenbrück bildeten sich zum Teil Warteschlangen.

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Für die Verteilung der kostenlosen FFP-2-Masken hat Martin Schulz im Hinterhof seiner Ratsapotheke in Rheda einen Pavillon aufgestellt. Bereits am ersten Ausgabetag bildeten sich Warteschlangen. Engpässe bei der Maskenversorgung seien aber nicht zu befürchten, sagt der Apotheker.

Um in den Genuss der kostenlosen Schutzmasken zu gelangen, genügt die Vorlage des Personalausweises oder „die nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen“, wie es in der neuesten Corona-Verordnung heißt.

„Die Leute rennen uns die Bude ein“

Die Nachfrage ist wie erwartet riesengroß. „Die Leute rennen uns seit heute Morgen die Bude ein“, sagt am Dienstag Dieter Grünewald, Inhaber der Markt-Apotheke in Wiedenbrück. Drei Ausgabestellen hat er in dem Geschäftslokal eingerichtet, an denen er und sein Team die Gesichtsbedeckungen aushändigen. Mehrere tausend Stück hat er für die erste Phase, die bis zum 6. Januar läuft, geordert. Falls es eng wird, kann er nachbestellen.

Dass die Verteilung der Masken an besonders vom Coronavirus gefährdete Menschen über die Apotheken organisiert wird, hält Grünewald für den einzig gangbaren und richtigen Weg. Schließlich verfüge die Branche über ein dicht geknüpftes und leistungsstarkes Netz. Kaum jemand müsse weite Wege zurücklegen, um zum Pharmazeuten seines Vertrauens zu gelangen.

Apotheker sind gut vorbereitet

Bestens vorbereitet begegnete auch Martin Schulz dem Ansturm auf die FFP-2-Masken. Um die vielen Menschen, die sich ihre Gesichtsbedeckungen abholen wollen, vom normalen Betrieb zu trennen und Abstandsregeln zur Infektionsvermeidung einhalten zu können, hat der Inhaber der Ratsapotheke in Rheda im Hinterhof einen Pavillon aufgestellt und außerdem studentische Aushilfskräfte engagiert. „Anders wäre die Nachfrage gar nicht zu bewältigen“, sagt er. Im Einbahnstraßensystem werden die Interessenten zur Ausgabestelle hin- und wieder weggelotst.

6000 Masken hat Schulz in einem ersten Schritt geordert – und bis zuletzt gebangt, dass sie rechtzeitig eintreffen. Am Montagabend gegen 21 Uhr konnte er dann die Lieferung auf den letzten Drücker entgegennehmen. Als er tags drauf um 8 Uhr die Apotheke öffnete, hatte sich bereits eine Menschenschlange gebildet, die sich mit Gratisexemplaren eindecken wollte. „Das war zu erwarten“, sagt er.

Versorgung ist gewährleistet

„Wir möchten, dass jeder Anspruchsberechtigte versorgt wird“, betont Martin Schulz. Engpässe seien nicht zu befürchten. FFP-2-Masken könne er jederzeit nachbestellen.

Das Konzept der Regierung sieht vor, dass die Apotheken zunächst in Vorleistung treten und anschließend mit der öffentlichen Hand abrechnen. „Die Vergütung erfolgt kostendeckend“, ist Schulz optimistisch, dass das vom Gesundheitsministerium erdachte Vorgehen funktioniert.

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