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Rheda-Wiedenbrück

Letzte Messfeier der Franziskaner

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Aufgrund der überarbeiteten strikt anzuwendenden Corona-Richtlinien zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus sehen die Franziskaner des Klosters in Wiedenbrück sich gezwungen, ab Pfingstsonntag, 1. Juni,  ihre öffentlichen Gottesdienste einzustellen.

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Der letzte öffentliche Gottesdienst der Franziskaner in Wiedenbrück wird somit am Samstag, 30. Mai, ab 9 Uhr gefeiert. Diese Entscheidung teilte Bruder Korbinian Klinger Pfarrdechant Reinhard Edeler mit.  Die Umsetzung der Hygiene- und Schutzkonzepte stelle schon Pfarrkirchen vor enorme Herausforderungen. Diese Auflagen seien für einen dreiköpfigen Konvent mit einem hohen Altersschnitt wie jenem in der Emsstadt nicht leistbar.

Pfarrdechant dankt Brüdern für deren selbstloses Engagement 

Edeler dankt den franziskanischen Brüdern für ihren unermüdlichen Dienst in der Sorge und in der Begleitung der Menschen und Gläubigen in Wiedenbrück und weit darüber hinaus. „Wohl wissend, dass es ihnen nicht leicht fiel, habe ich großen Respekt vor der Entscheidung der Franziskaner. Ihre Spiritualität der besonderen Sorge um den Nächsten um Gesundheit und körperliches und seelisches Heil gebietet ihnen eine solche Entscheidung“, erklärte Edeler.

Die Trauer über die Umstände, in denen die Franziskaner Wiedenbrück nun nach 376 Jahren verlassen müssen, sei kaum in Worte zu kleiden“, fügte der Pfarrdechant hinzu. Am 28. Juni wird das Kloster endgültig seine Pforten verschließen. Vertreter des Pastoralverbundes Reckenberg, zu dem das Kloster gehört, erfassen in Corona-Zeiten ab Samstag, 30. Mai, die wichtigsten persönlichen Daten aller Gottesdienstbesucher, um im Fall eines Falles Infektionsketten nachvollziehen zu können. Die Vorgaben gelten nicht für Freiluftgottesdienste.

Kirchenbesucher hinterlassen wichtigste Daten

Kirchenbesucher hinterlassen an den Gebäudeeingängen der Gotteshäuser ihre Namen, Adressen und Telefonnummern. Die ausgefüllten Zettel lagern vier Wochen in einem verschlossenen Umschlag an sicherer Stelle, ehe sie vernichtet werden. Ab dem 30. Mai liegen in den Kirchen und Kapellen des Pastoralverbandes Reckenberg die Datenzettel zur Mitnahme aus, damit sie – falls gewünscht – schon vor dem Gottesdienstbesuch daheim ausgefüllt werden können.

Die Kirchengemeindeverantwortlichen bitten Besucher darum Stifte mitzubringen. Zudem sollen die Gläubigen frühzeitig zum Gottesdienst erscheinen. Pfarrdechant Edeler, das Pastoralteam, die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte bitten mit Blick auf die Restriktionen um Verständnis.

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