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Nachverdichtung in privilegierter Lage in Wiedenbrück

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Die Eigentümer einer großen Fläche am Eusternbach in Wiedenbrück haben einen städtebaulichen Entwurf eingereicht. Die Politik ist skeptisch.

Die Eigentümer einer etwa 6700 Quadratmeter großen Fläche am Eusternbach in Wiedenbrück haben ein Büro mit der Erarbeitung eines Bebauungsplans beauftragt.

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Die Eigentümer einer etwa 6700 Quadratmeter großen Fläche am Eusternbach in Wiedenbrück haben ein Büro mit der Erarbeitung eines Bebauungsplans beauftragt. Bei einem gemeinsamen Termin mit der Verwaltung sind die Rahmenbedingungen erörtert und ist ein städtebaulicher Entwurf eingereicht worden. Dieser stieß während der jüngsten Sitzung des Fachausschusses auf mäßige Begeisterung.

Großzügige Grundstückszuschnitte

So sieht der Entwurf in Anlehnung an die Nachbarschaft im rückwärtigen Bereich üppige Grundstücksgrößen mit ein- bis zweigeschossigen Objekten vor, vorgelagert Parzellen etwas bescheidenerer Ausdehnung mit zweigeschossiger Bebauung und entlang des Burgwegs zwei Immobilien mit je sechs Mietwohnungen in gleicher Höhe mit Staffelgeschoss. Die Erschließung würde über eine bereits vorhandene Zufahrt gewährleistet. 

Bach ausbaggern

Da sich ein Teil der Fläche innerhalb des gesetzlichen Überschwemmungsgebiets befindet, müsste im Fall einer Bebauung in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde ein Ausgleich geschaffen werden, der voraussichtlich durch Abgrabung entlang des Eusternbachs realisiert werden könne, sagt der Technische Beigeordnete Stephan Pfeffer. 

Sozialen Wohnungsbau gefordert

Etwas überrascht gab sich während der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung Move-Ratsherr Dr. Andreas Gernhold darüber, dass die Verwaltung vom bisherigen Entwurf abgewichen sei. Er plädierte dafür, dass an dieser Stelle sozialer Wohnungsbau geschaffen werde. Ins gleiche Horn stieß Peter Rentrup von den Grünen. „Wir brauchen Wohnraum. Wenn ich immer danach gehe, wo Verdichtung am besten hinpasst, kommen wir nicht vorwärts. Irgendwo müssen wir ja mal anfangen.“ 

Nichts in Stein gemeißelt

Pfeffer betonte an dieser Stelle, dass man am Anfang des Verfahrens stehe. Änderungen ließen sich immer noch vornehmen. „Wir brauchen Wohnungen, da sind wir uns einig, und wir möchten nun Geschwindigkeit aufnehmen. Sie haben die Zügel in der Hand. Wir sollten nicht den Fehler machen, gewisse Prozesse jetzt aufzuhalten“, sagte er in Richtung der politischen Entscheidungsträger.

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