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Rheda-Wiedenbrück

Nachzahlung kommt etwas ungelegen

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Rheda-Wiedenbrück steht - wie alle anderen Kommunen auch - angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und dem damit einhergehenden Einbruch bei der Gewerbesteuer sowie den Rückgängen bei dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer unter Druck.

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Hinzu kommen Einnahmeausfälle in den Bereichen Kultur, Kitas und Schwimmbäder sowie pandemiebedingte Ausgabensteigerungen. Und dennoch zieht die Stadt bei den Zuweisungen zur Kompensation von Gewerbesteuermindereinnahmen von Bund und Land den Kürzeren.

Keine Nullrunde

Zugegeben: Ganz leer geht Rheda-Wiedenbrück nicht aus. 1,34 Millionen Euro will Düsseldorf schon in der kommenden Woche überweisen. Das ist ein Klecks im Vergleich zu Kommunen wie Gütersloh (43,24 Millionen) und Harsewinkel (13,93 Millionen). Dabei kann Kämmerer Torsten Fischer froh sein, dass überhaupt etwas zugesichert wurde: Am Mittwoch waren er und Bürgermeister Theo Mettenborg nämlich noch davon ausgegangen, überhaupt nichts erwarten zu dürfen.

Rheda-Wiedenbrück hat einfach Pech gehabt – oder Glück, je nachdem, wie man es nimmt. So drücken zwar auch die Doppelstadt die coronabedingten Belastungen enorm und sind auch dort wichtige Einnahmen weggebrochen, zeitgleich aber kündigten sich ganz erhebliche Gewerbesteuernachzahlungen aus den Vorjahren an. Elf Millionen Euro sind zu erwarten.

Gewissermaßen doppeltes Pech

Mit Blick auf die zu erwartenden Nachzahlungen aus der Gewerbesteuer leiteten die Experten in Düsseldorf beziehungsweise Berlin die Schlussfolgerung ab, dass es Rheda-Wiedenbrück offenbar nicht ganz schlecht geht. Was unbeachtet geblieben ist: Die Daten hätten Kämmerer Torsten Fischer zufolge erst im Zahlenwerk für 2021 enthalten sein sollen. Das ist gewissermaßen doppeltes Pech, weil zum einen die Stadt nun bei den Kompensationsleistungen das Nachsehen hat, zum anderen auch noch wichtige Mittel im kommenden Jahr fehlen.

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