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Wettbewerb zur Weiterentwicklung des Quartiers Bleichstraße: Siegerentwurf steht fest

„Perfekt wie ein Maßanzug“

Rheda-Wiedenbrück (WB). Den ersten Preis des städtebaulichen Wettbewerbs zur Weiterentwicklung des „Quartiers Bleichstraße“ gewann das Münsteraner Architekturbüro Steinweg Claus. Am Samstag wurden die Entwürfe für die Fläche zwischen Schulte-Mönting-Straße, Berliner Straße und Rathausplatz von insgesamt acht beteiligten Planungsbüros im Foyer des Rathauses ausgestellt und der Siegerentwurf bekannt gegeben.

Bürgermeister Theo Mettenborg, Stephan Pfeffer, Martin Claus und Oliver Giebels vom Siegerbüro Steinweg Claus, Carsten Lang, Georg Effertz und Ina Hoischen (Stadtplanung Rheda-Wiedenbrück, von links) freuen sich über einen tollen Entwurf für die Bleichstraße in Rheda, der wie ein Maßanzug perfekt ist und alle Kriterien und Anforderungen berücksichtigt. Foto:

Bürgermeister Theo Mettenborg sprach von einem tollen Ergebnis, dass von sehr viel Gefühl und Kreativität geprägt sei. Er betonte, dass Eigentümer und Anwohner des Quartiers keine Angst haben müssten, dass ihnen ihre Häuser genommen würden oder Entscheidungen über ihren Kopf hinweg passiert. „Wir gehen mit so viel Achtsamkeit und Vorsicht an die Sache, wie ein Chirurg bei einer Operation am offenen Herzen“, das kann ich ihnen versprechen, betonte er. „Es war eine gute Entscheidung, in den Wettbewerb zu gehen, weil wir viele verschiedene Ideen sehen können und die Jury einstimmig den Entwurf von Steinweg Claus Architekten bevorzugt hat“, meinte Mettenborg.

Innenstadt erhält eine Struktur

Carsten Lang vom Planungsbüro Wolters und Partner, der im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) den Wettbewerb begleitete, machte ebenfalls deutlich, dass die Wünsche und Vorstellungen der Bewohner mit in die Planungen einbezogen werden. Es handele sich bei dem Entwurf um ein langfristiges Konzept, deren Umsetzung nach und nach, vielleicht sogar 10, 15 oder gar 20 Jahre dauern könne. Wichtig sei, dass man eine Marschrichtung für die Zukunft habe, damit die Innenstadt Rhedas eine Struktur bekomme und die „Bausünden“ aus den 1970er Jahren nach und nach verschwinden. Die Bleichstraße sei später eine Brücke zwischen Rathausplatz und Kolpingstraße, wo ebenfalls eine Neuüberplanung stattgefunden hat. Er dankte den beteiligten Architekturbüros für ihr Engagement, insbesondere denen, die leer ausgegangen sind, weil sie nicht unter den ersten drei Preisträgern waren.

Der Technische Beigeordnete der Stadt Stephan Pfeffer meinte, dass der Entwurf die richtige Antwort auf alle Anforderungen gebe: „Er ist so perfekt wie ein Maßanzug.“ Martin Claus vom Siegerbüro freute sich sichtlich, dass er mit seinen Kollegen das Ziel getroffen hat, ein Quartier mit hoher Lebensqualität zu schaffen, das sich sanft in die bestehende Struktur einpasst, Wohnraum für verschiedene Generationen berücksichtigt, Geschäftsbebauung und bestehende Baumbepflanzung mit einbezieht. Der Entwurf ist nun ein Orientierungsrahmen für die Zukunft. Die Umgestaltung des rund 2,8 Hektar umfassenden Areals Bleichstraße ist am Ende ein weiteres Puzzleteil des Gesamtprojektes ISEK Rheda. Die Ausstellung ist noch bis zum Freitag, 20. Dezember, während der üblichen Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen.

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