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Rheda

„Rheda ist für uns die Champions League“

Rheda

Wiedenbrück (rob) - „Die Leute wollen wieder raus.“ Marc Fox, Veranstalter des als „Cheat-Day“ titulierten Streetfood-Markts auf dem Doktorplatz in Rheda, hat richtig gelegen mit seiner Einschätzung.

Veranstalter: Marc Fox vom Eventwerk Lippstadt, hier mit Tochter Kimberly, hat den Cheat-Day zur Marke aufgebaut. Am Wochenende gastierte der Foodmarkt auf dem Doktorplatz in Rheda. Foto:

Die Tische des „temporären Biergartens“, wie Fox am Wochenende das Ensemble aus zwölf Verkaufsbüdchen, Bühne und Sitzgelegenheiten bezeichnete, waren über die drei Tage gut besetzt.

Standbetreiber sind zufrieden

Mit dem Freitag- und dem Samstagabend waren die meisten Standbetreiber zufrieden. Es gab ein reichhaltiges Angebot an Burgern, Hot-Dogs, Crazy Chips, Kartoffel-Tornados, den „Gütsler“, Frozen Joghurt, Kaffeespezialitäten, Bier und Weine sowie für die Gäste ausreichend Sitzgelegenheiten auf dem liebevoll hergerichteten Doktorplatz. Ein zum fahrbaren Wohnzimmer umgebauter Anhänger diente als Bühne. Am Freitag spielten darauf „Stefan und Stefan“, am Samstag die „&-Band“ aus Schwerte.

„Rheda ist für uns Champions League“, sagte Fox und nannte für diese Einschätzung drei Aspekte: die seines Erachtens nach gute Kooperation mit der Flora-Westfalica-GmbH und der Initiative Rheda, den schönen Doktorplatz und vor allem das nette Publikum.

„Die Leute wollen Qualität“

30 Märkte veranstaltet Fox mit seinem Eventwerk Lippstadt im Jahr. „Cheat-Day“ habe er während der vergangenen sechs Jahre als Marke etabliert, denn ihm sei schnell klar geworden, dass mit einfachem Food-Mobilen auf Dauer kein Geschäft zu machen sei, noch dazu, wenn diese am Ende auch Bratwurst und Pommes anböten. Fox: „Die Leute wollen Qualität.“ Die bietet der frühere Gastronom und heutige Eventveranstalter mit Bühnenshow, mit ausgewählten, verschiedenartigen Speisen und mit dem einladenden Biergarten.

Begonnen hatte die Erfolgsstory des Rhedaer Foodmarkts 2017. Zweimal hatte die Veranstaltung, ursprünglich für Mai angesetzt, in diesem Sommer verschoben werden müssen. Endlich grünes Licht bekam Fox erst kurz vor dem Termin. Das störte ihn nicht, auf Absagen reagiert er inzwischen flexibel. Unter der Woche wurde ein Markt in Bad Driburg gecancelt, der in zwei Wochen stattfinden sollte.

Burger besonders beliebt

„Wir müssen etwas machen, es sind viele Existenzen auch von uns abhängig“, beschreibt er seine positive Einstellung, sich nicht von Corona unterkriegen zu lassen. Mit den Standbetreibern habe man eine starke Community aufgebaut, die sich gegenseitig stütze, erläutert er. Die Pandemie habe alle noch weiter zusammengeschweißt.

Maskenpflicht, Einloggen über die Luca-App an den Tischen, Absperrung des Areals mit Flatterband und Zugang über einen Haupteingang – das waren im Wesentlichen die getroffenen Maßnahmen zum Infektionsschutz. Zu Stoßzeiten bilden sich vor allem bei den Burger-Angeboten und bei den Kartoffel-Spießen kleinere Schlangen.

Fox: Jeder durfte mitmachen

Erstmals eingerichtet wurde ein Angebot für Weinliebhaber. Ihre Premiere hatten überdies die Rheda-Wiedenbrückerinnen Selma und Sophia Savci mit ihrem Bratling „Gütsler“. Für Marc Fox sind die beiden ein Nachweis, dass heimische Gastronomen sich beteiligen. Die Kritik im Vorfeld, er habe die lokalen Mitbewerber nicht angesprochen, wies er zurück. Alle wären über die örtlichen Initiativen eingeladen worden, mitzumischen, sagte Fox.

Von Beginn an dabei ist Frank Finkenhofer aus Herford, in diesem Jahr sogar mit zwei Wagen. Finkenhofer backt und brät seit mehr als 30 Jahren Teig in heißem Öl. „Moni’s Leckereien“ – nach dem Namen seiner Frau – lautet der Standslogan. Noch so einen Winter würde die Branche nicht überstehen, sagt er, wirft die Bratlinge in die Luft zum Wenden und freut sich mit seinem Standpartner Ralf Wronka, dass sich an diesem Wochenende zumindest viele für die süßen Backwaren interessieren.

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