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Rheda-Wiedenbrück möchte ein „Sicherer Hafen“ sein

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Rheda-Wiedenbrück möchte „Sicherer Hafen“ werden. Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat für den Beitritt zu dem Bündnis gestimmt.

Nach 20 Monaten der Beratung ist nun auch Rheda-Wiedenbrück ein Sicherer Hafen.

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Dass es 20 Monate dauern würde, bis sich die Politik in Rheda-Wiedenbrück dazu entschließt, die Kommune zum „Sicheren Hafen“ zu erklären, das habe sie Anfang 2020 nicht für möglich gehalten, sprach während der jüngsten Ratssitzung eine gewisse Verblüffung aus der Grünen-Ratsfrau Sandra Reffold. Aber: Was lange währt, wird endlich gut.

Nur eine Gegenstimme

Nach zahlreichen Debatten über den von der Ökopartei geforderten Beitritt zu dem Städtebündnis und einer Anpassung des Beschlusstextes wurde mit breiter Zustimmung die Bereitschaft erklärt, aus Seenot gerettete Menschen und Geflüchtete an EU-Außengrenzen direkt aufzunehmen und unterzubringen, soweit die Finanzierung gesichert ist. Diese Aufnahme geschieht zusätzlich zur Verteilungsquote Asylsuchender nach Königssteiner Schlüssel.

Lediglich Michael Pfläging (CDU) votierte gegen die Solidaritätserklärung, die auch eine „aktive Gestaltung menschenrechtskonformer, europäischer Migrationspolitik“ zum Inhalt hat. 

Humanitäre Wertegemeinschaft

Das Bündnis vereint Kommunen, Gemeinden und Landkreise, die sich mit der Initiative Seebrücke und der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer solidarisieren. Sie verbindet die Bereitschaft, aus Seenot gerettete oder in überfüllten Aufnahmelagern gestrandete Schutzsuchende zusätzlich aufzunehmen. Eigenen Angaben zufolge bildet man eine „humanitäre Wertegemeinschaft“.

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