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Rheda-Wiedenbrück will Laternen auf LED umstellen

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Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED kostet Millionen. Dennoch lohne die Investition, sagt Baudezernent Stephan Pfeffer.

Der Bauausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 5. Mai, erneut mit der angestrebten Modernisierung der Straßenbeleuchtung beschäftigen.

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Der Bauausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 5. Mai, erneut mit der angestrebten Modernisierung der Straßenbeleuchtung beschäftigen. Vertreter eines externen Planungsbüros sollen erste Untersuchungsergebnisse vorstellen. Beginn ist um 17 Uhr in der Stadthalle an der Hauptstraße.

Strompreis steigt stetig

Der Technische Beigeordnete Stephan Pfeffer lässt in der Vorlage zu der Erörterung keinen Zweifel daran aufkommen, „dass mit Blick auf die Klimasituation und der Krise im Osten schon heute sehr klar ist, dass die Strompreise deutlich steigen werden“. Vor diesem Hintergrund könne die Stadt durch die Einsparungen infolge der LED-Umrüstung zum einen den konsumtive Haushalt und zum anderen die Umwelt entlasten. Die Modernisierung, so prognostiziert der Baudezernent, werde sich aber auch aus anderen Gründen „so oder so, und zwar innerhalb der Abschreibung von 25 Jahren, amortisieren“. 

Nichtstun ist teuer

Das Ingenieurbüro hat vier verschiedene Varianten und die dazugehörigen Folgekosten bezogen auf die Nutzungsdauer herausgearbeitet. Die Verwaltung hat diese um die Option ergänzt, dass keine Umrüstung vorgenommen wird. Würde man also die Anlage lediglich an die geltenden Normen der Europäischen Union anpassen, allerdings auf LED verzichten, müsste der Kämmerer etwa 630 000 Euro einkalkulieren. Sofern allerdings Leuchtdioden zum Einsatz kommen sollen, käme auf die Stadt eine Investition von mehr als 2,8 Millionen Euro zu. Das ist jedoch nur der Einstiegspreis. Sollte sich die Politik darauf verständigen, dem von Pfeffer präferierten Entwurf den Vorzug zu geben, der seinen Angaben zufolge durch minimalste Betriebskosten bei höchster Beleuchtungsqualität besticht, wären schätzungsweise 3,7 Millionen Euro fällig. Ein verbesserter Insektenschutz dank angepasster Lichtfarbe fällt seinen Berechnungen zufolge nicht ins Gewicht, wohl aber der Preis für eine optimale Anlagensicherheit, sprich die Ausstattung mit Kabelübergangskästen sowie Betonmasten. Das Premiumpaket ist für fünf Millionen Euro zu haben. Bereits einkalkuliert worden ist bei diesen Angaben ein Zuschlag in Höhe von 25 Prozent aufgrund der derzeitigen Marktlage. 

Seriöse Prognose unmöglich

Dennoch: „In Anbetracht der weltpolitischen Lage in Verbindung mit den wirtschaftlichen Folgen ist eine seriöse Einschätzung der Kosten zurzeit nicht möglich. Bei der Bewertung der Daten ist es daher wichtig zu erwähnen, dass aufgrund der störenden Auswirkungen die genannten Kosten nur den derzeitigen Stand wiedergeben“, bittet Pfeffer darum, die Prognose mit Vorsicht zu genießen.

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