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Es fehlt an Nachwuchs

Zahl der Hebammen sinkt in Rheda-Wiedenbrück dramatisch

Rheda-Wiedenbrück

In dem Beruf fehlt es an Nachwuchs - und das, obwohl Hebammen bei Geburten eine wichtige Unterstützung für werdende Mütter sind.

Von gl

Beruf mit Seltenheitswert: (v.l.) Malgorzata Herman, Nicole Korfmacher (beide Stadt Rheda-Wiedenbrück), Katharina Kerkhoff (Stadt Verl), Referentin Julia Grosser, Judith Bode (Stadt Gütersloh) und Sigrid Schlingmann (Referentin) hatten zu dem Fachvortrag für Hebammen ins Rathaus Rheda eingeladen.

Es gibt kaum einen wichtigeren Beruf als den der Hebamme. Aber die Zahl der Geburtshelferinnen nimmt stetig ab. Der Nachwuchs fehlt. Umso wichtiger ist es, die Hebammen, die im Einsatz sind, regelmäßig zu schulen und ihnen bestmögliche Fortbildungsangebote zu machen.

Der Arbeitskreis Frühe Hilfen für den Kreis Gütersloh ist deshalb erneut für einen Fachvortrag im Rathaus zusammengekommen. Sigrid Schlingmann und Julia Grosser referierten zum Thema „Emotionelle erste Hilfe“. Das Angebot richtete sich in erster Linie an alle Hebammen aus dem Kreis, die laut Mitteilung „einen herausfordernden Beruf ausüben, für den sich leider immer weniger Menschen entscheiden“.

Herausfordernder Beruf

Das Konzept der „Emotionellen ersten Hilfe“ geht auf den Psychologen und Körperpsychotherapeuten Thomas Harms zurück, der in den 1990er-Jahren den körperorientierteren Ansatz in der Krisenintervention und Bildungsförderung von Eltern, Babys und Kleinkindern entwickelt hat.

Die Idee richtet sich an hilflose, verzweifelte Eltern und untröstlich weinende Babys. Stress- und Angstzustände in der Schwangerschaft sind ebenso ein Schwerpunkt wie die Entwicklungsbegleitung von Eltern und Babys bei emotionalen Krisen. Erfahrungen rund um die Schwangerschaft und die Geburt können mit Hilfe des Konzepts aufgearbeitet werden.

Bei der Feedback-Runde waren sich alle einig, dass der Fachvortrag wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit geliefert hat.

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