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Rheda-Wiedenbrücker Westerfellhaus nun Ehrendoktor

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Eine Salzburger Universität hat dem ehemaligen Pflegebevollmächtigten Andreas Westerfellhaus die Ehrendoktorwürde verliehen.

Verleihung des akademischen Ehrengrad „Doktor honoris causa“ in Salzburg an Andreas Westerfellhaus: Das Foto zeigt (v. l.) Klaus Holetschek (bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege), Universitäts-Professor Dr. Dr. h.c. Jürgen Osterbrink (Vorstand Institut für Pflegewissenschaft und -praxis PMU), Ehrendoktor Andreas Westerfellhaus und Universitäts-Professor Dr. Wolfgang Sperl (Rektor PMU). Foto: PMU/wildbild

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Salzburg hat dem deutschen Staatssekretär a. D. und ehemaligen Pflegebevollmächtigten der deutschen Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, für seine Verdienste um die Pflegewissenschaft und das öffentliche Wohl den akademischen Ehrengrad „Doktor honoris causa“ („Dr. h.c.“) verliehen. Mehr als 60 geladene Gäste trafen sich in der PMU in Salzburg, um den Rheda-Wiedenbrücker als „leidenschaftlichen Verfechter der Pflege“ persönlich zu würdigen – darunter als Laudator der bayerische Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek, Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreter und PMU-Stiftungsratsvorsitzender Dr. Christian Stöckl sowie der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste Lothar Ullrich.

Kompetent, engagiert, hartnäckig

PMU-Rektor Universitäts-Professor Dr. Wolfgang Sperl lobte die Verdienste des gebürtigen Emsstädters um die Etablierung und Förderung der Pflegewissenschaften in der deutschsprachigen Hochschullandschaft und speziell auch an der PMU: „Als Universitätsrektor und auch als Mediziner freut es mich, wie großartig die Pflegewissenschaft gefördert werden und höchstes internationales Niveau erreichen konnte. Persönlichkeiten wie Andreas Westerfellhaus mit seiner Kompetenz, seinem Engagement und auch seiner Hartnäckigkeit waren für diese Entwicklung wesentlich.“ 

Ein Glücksfall

Als „Glücksfall für die Menschen in Deutschland“ bezeichnete Klaus Holetschek, bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege, den Ehrendoktor. „Gute und selbstbestimmte Versorgung von Pflegebedürftigen und gute Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte waren Andreas Westerfellhaus schon immer ein großes Anliegen. Als ausgewiesener Pflegeexperte, der selbst aus der Pflege kommt, ist er dabei einer, der nicht nur die Finger in die Wunden legt, sondern der auch Lösungen aufzeigt“, sagte Holetschek. 

Beeindruckt und gerührt

Andreas Westerfellhaus selbst zeigte sich in seiner Dankesrede „sehr beeindruckt und gerührt“ und betonte die Wichtigkeit von Interprofessionalität: „Alleine aus der Profession der Pflege heraus werden wir die Herausforderungen der Zukunft nicht bewältigen können – das wird nur interprofessionell und intersektoral möglich sein. Daher ist es so wichtig, das Verständnis für Interprofessionalität bereits in der Aus- und Weiterbildung zu prägen“, sagte der Ehrendoktor, der den Pflegeberuf von Grund auf erlernt hat und sich nach einigen Jahren in leitender Funktion einer Abteilung für Intensivmedizin der Pflegeausbildung zugewandt hat.

Pflegebevollmächtigter der deutschen Bundesregierung

Nach einem weiterführenden Studium gründete und leitete Andreas Westerfellhaus eine große Weiterbildungsstätte für Intensivpflege und Anästhesie. 1993 übernahm er die Schulleitung der Krankenpflegeschule der Westfälischen Kliniken in Gütersloh. Nach einem berufsbegleitenden Studium der Betriebswissenschaft war Westerfellhaus 18 Jahre lang als Geschäftsführer der ZAB – Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen GmbH tätig. Von 2009 bis 2017 war er als Präsident des Deutschen Pflegerats Sprachrohr für 1,2 Millionen Pflegende in Deutschland. Von April 2018 bis Dezember 2021 war er Pflegebevollmächtigter der deutschen Bundesregierung im Amt eines Staatssekretärs im Bundesministerium für Gesundheit. 

Dichtes Netz gespannt

Seine Ziele in Ausübung all seiner Tätigkeiten waren und sind die Förderung der Pflegewissenschaft und -forschung, sowie der Auf- und Ausbau von postgraduierten Studienmöglichkeiten zur Sicherung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit seiner Unterstützung ist es gelungen, ein dichtes Netz zwischen der PMU und Gesundheitsversorgern in Deutschland zu spannen. Die PMU hat seit ihrer Gründung im Jahr 2002 erst zum siebten Mal die Ehrendoktorwürde verliehen.

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