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Vor Wettbewerb »Jugend forscht«: Projekte mit ungewöhnlichen Ergebnissen

Schokolade: mehr als nur Kalorien

Rheda-Wiedenbrück (WB). Wenn am Samstag, 16. Februar, in Herford der regionale Vorentscheid des Bundeswettbewerbs »Jugend forscht« über die Bühne geht, sind auch Kinder und Jugendliche aus Rheda-Wiedenbrück dabei. Das WESTFALEN-BLATT hat den jungen Leuten in zwei Schulen bei der Vorbereitung über die Schulter geschaut.

Waltraud Leskovsek

Biologielehrerin Stefanie Weick, Moritz Becker, Anna Deitert und Maiwand Nour (von links) vom Einstein-Gymnasium freuen sich, am Wochenende beim Wettbewerb »Jugend forscht« dabei zu sein und hoffen auf eine gute Platzierung. Foto: Waltraud Leskovsek

Ratsgymnasium

Vielseitig und sehr komplex sind die Projekte, mit denen neun Schüler des Ratsgymnasiums Wiedenbrück punkten möchten. Mit im Gepäck haben sie eine große Schwerlastdrohne, Shampoo, Kristalle, Schokolade und Papier, denn um diese Dinge drehen sich die Versuche und Experimente der Elf- bis 17-Jährigen. Seit 2008 ist das Ratsgymnasium regelmäßig bei »Jugend forscht« dabei und hat immer wieder Preise geholt. Die Betreuungslehrer Ursula Schalück, Dr. Dieter Bergmann, Joachim Stitz und Jennyfer Winzenick drücken ihren Schützlingen die Daumen.

Arne Falkenreck und Lasse Busert sind mit ihren 17 Jahren die ältesten Teilnehmer. Sie haben eine Schwerlastdrohne gebaut und programmiert. 45 Kilogramm kann ihr Prototyp heben, aber eine Steigerung ist noch möglich. Die Erfindung kann eingesetzt werden in der Logistik, am Bau, bei Reparatur- oder Inspektionsarbeiten, bei Rettungseinsätzen oder in der Landwirtschaft.

Leonhard Brinkmeier (16) hat das Papier der Zukunft weiterentwickelt. Bereits vor einem Jahr hat er sich schon mit dem Thema beschäftigt und konnte durch ein Praktikum in einer Papierfabrik sein Wissen enorm erweitern. Mit einer Mischung aus Heustoff und Altpapier hat er experimentiert.

Lukas Brünjes forscht, ob Schokolade immer eine Kalorienbombe ist. Das Ergebnis: leider ja. Doch es steckt auch unglaublich viel Energie darin. Er hat herausgefunden, dass der Brennwert einer Tafel Schokolade mit 530 Kalorien ausreicht, um 530 Liter Wasser um 1 Kelvin zu erhitzen.

Charlotte Muster, Elice Mae O’Connor und Hannah Jürgenhake sind elf Jahre jung und haben im Rahmen der Physik die Kristalle erforscht. Die 16-jährigen Zwillinge Hanna und Marla Weltken möchten gerne, dass die Umwelt geschont wird, und haben deshalb selbst Seife hergestellt – dazu auch noch vegane aus Kokosöl. Ihr Beitrag läuft in der Kategorie Arbeitswelt. Sie wollen auch ermitteln, ob selbst hergestellte Seife günstiger ist.

Einstein-Gymnasium

Drei engagierte Jugendliche sind in diesem Jahr vom Einstein-Gymnasium dabei. Maiwand Nour, Moritz Becker und Anna Deitert gehen mit dem Thema »Mikroplastik in Alltagsprodukten« an den Start. Dank des Engagements der jungen Biologielehrerin Stefanie Weick, die selbst Jurymitglied beim Wettbewerb in der Kategorie Chemie ist, war die Teilnahme möglich. Die drei 16-jährigen Oberstufenschüler haben sich einem brandaktuellen Thema gewidmet. Sie entwickelten einen Biosensor, mit dem PET erkannt werden kann. Das Ziel der jungen Forscher ist es, den Verbraucher dahingehend aufzuklären, was Plastik für die Menschen und ihre Zukunft bedeutet.

Den Schülern ist es wichtig, dass Plastik eingedämmt wird, Lebensmittel unverpackt gekauft werden und Verpackungsmüll generell vermieden wird. Es gibt eine App »CodeCheck«, mit der man erkennen kann, worin sich das gefährliche Mikroplastik befindet.

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