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Rheda-Wiedenbrück

Simonswerk meldet Umsatzrekord

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Das Rhedaer Simonswerk ist 2020 trotz Corona-Pandemie im elften Jahr in Folge gewachsen. Der Hersteller von Bändern und Bandsystemen für Objekt-, Wohnraum- und Haustüren meldet einen gruppenweiten Bruttoerlös von 155 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 4,9 Prozent.

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Gut durch die Corona-Krise ist bislang der heimische Türbandsystem-Hersteller Simonswerk gekommen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Rheda wuchs im elften Jahr in Folge. Das Bild zeigt die Produktion am Bosfelder Weg und stammt noch aus der Zeit vor der Pandemie.

Die international tätigte Simonswerk-Gruppe beschäftigt mehr als 800 Männer und Frauen. Die Muttergesellschaft Simonswerk GmbH mit Stammsitz am Bosfelder Weg in Rheda legte bei den Bruttoerlösen um 5,1 Prozent auf 114 Millionen Euro zu. „Das Corona-Jahr 2020 war außergewöhnlich und herausfordernd“, sagt Michael Meier, Geschäftsführer Vertrieb und Finanzen. „Umso zufriedener sind wir mit dem Verlauf und gleichzeitig elften Rekordumsatz in Folge.

Auswirkungen der Pandemie in Grenzen gehalten

Unsere haben auch unter schwierigen Bedingungen Hervorragendes geleistet. Zudem haben unsere Maßnahmen zur Einschränkung der Infektionsgefahr an den einzelnen Standorten schnell gegriffen.“ Dadurch habe man die Auswirkungen der Pandemie in engen Grenzen gehalten. „Außer einzelnen Quarantänen waren bisher nur wenige Mitarbeiter infiziert.“ Insgesamt sei das zurückliegende Jahr von starken Auslastungsschwankungen gekennzeichnet gewesen.

Auf Kurzarbeit habe man dennoch gänzlich verzichten können, sagt Dr. Frank Remy, Geschäftsführer Technik. Mit dem breiten und hochwertigen Angebot von Bändern und Bandsystemen für Türelemente aus Holz, Stahl, Aluminium, Kunststoff und Glas ist es dem Unternehmen auch 2020 gelungen, seine führende Marktposition weiter auszubauen.

International acht Prozent Wachstumsplus

Nach einem Auftragseinbruch im März habe sich die Nachfrage bis zum Herbst spürbar erholt. Auf dem deutschen Markt wurde ein Wachstum von zwei Prozent erzielt, international habe man ein Plus von acht Prozent verzeichnet. Vor allem in Zentral- und Osteuropa, Nordamerika und dem Mittleren Osten war die Nachfrage hoch. Das internationale Geschäft der Simonswerk-Gruppe macht weiterhin 63 Prozent der Bruttoerlöse aus. Neue Wege musste man bei der Vermarktung gehen – denn persönliche Kundenkontakte sowie die Präsenz auf Fachmessen waren coronabedingt nicht möglich. Vertrieb und Außendienst wurden auf die Arbeit aus dem Homeoffice umgestellt, digitale Kontaktwege wie etwa Videokonferenzen verstärkt genutzt. „So konnte es gelingen, unsere Produkte auch auf Abstand erfolgreich zu vermarkten“, sagt Michael Meyer. Auch für 2021 sei man optimistisch. „Wir hatten einen guten Jahresauftakt mit hohen Auftragseingängen insbesondere aus dem Ausland. Zudem kommt uns die weiterhin gute Entwicklung der Bauwirtschaft zugute.“

Veränderungen in der Geschäftsführung

In der Führung der Simonswerk-Gruppe mit Hauptsitz in Rheda wird es im laufenden Geschäftsjahr wesentliche Veränderungen geben. Der langjährige Geschäftsführer Michael Meier wird im Verlauf des zweiten Quartals in den Ruhestand gehen. Meyer war insgesamt 40 Jahre bei dem Unternehmen, davon 23 Jahre in der Geschäftsführung. Verbunden mit seinem langfristig geplanten Ausscheiden und angesichts der zunehmend komplexen Anforderungen in der erweiterten Firmengruppe wird die Führung des Unternehmens zukünftig auf drei Geschäftsführer erweitert.

Diplom-Kaufmann David Bannas seit Januar im Dienst

Mit dem 41-jährigen Diplom-Kaufmann David Bannas hat bereits am 1. Januar ein neuer Geschäftsführer für die Bereiche Finanzen, Personal und IT begonnen. Seit Mitte 2017 ist Dr. Frank Remy für den Bereich Technik verantwortlich. Ein weiterer Geschäftsführer, zuständig für Vertrieb und Marketing, beginnt am 1. April seine Tätigkeit beim Simonswerk. „Die Kontinuität in der Unternehmensleitung ist damit gesichert“, sagt Meyer. Eine wesentliche Herausforderung für die künftige Führung sei die noch intensivere Nutzung digitaler Kommunikationsformen. Die Teilnahme an Online-Messen sowie Social-Media-Kanäle würden zu Vertriebszwecken immer wichtiger.

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