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Spirituelles Leben vielfältig gestalten

Langenberg (ew) - Die Entwicklung einer neuen Gottesdienstvielfalt in Langenberg ist das Ziel intensiver Arbeit einer engagierten Gruppe Ehrenamtlicher. Nach durch die Corona-Pandemie erzwungener Unterbrechung traf sich nun erneut der aus dem Pfarrgemeinderat St. Lambertus entstandene Gottesdienste-Kreis in der Kirche.

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Die Ehrenamtlichen arbeiten dabei eng mit Gemeindereferentin Claudia Becker, Diakon Karl-Heinz Klaus, Kirchenmusiker Roland Orthaus und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Beate Roth zusammen. Vor einem Jahr haben sich die engagierten Katholiken auf den Weg gemacht, gottesdienstliches und spirituelles Leben in der St.-Lambertus-Gemeinde Langenberg und darüber hinaus lebendig zu gestalten. Zum Team gehörte auch noch Gemeindeassistentin Jessica Plaßwilm, die den Pastoralverbund Reckenberg allerdings zum 1. November verlässt und ihre Assistenzzeit in Wünnenberg-Lichtenau vollendet.

Ehrenamtliche sind eng eingebunden 

„Die Vielfalt der Bedürfnisse der Menschen ist in den vergangenen Jahrzehnten größer geworden“, sagt Gemeindereferentin Claudia Becker. Deshalb sei es sinnvoll, die bestehenden Angebote der Kirchengemeinde zielgerichteter auszuweiten und auch vielfältiger zu gestalten. Das geschehe bereits seit Jahren in Langenberg. Getragen werde dies vom Personal der Kirchengemeinde mit den Priestern des Pastoralverbunds Reckenberg. Eng eingebunden seien dabei auch die ehrenamtlichen Leiter von Wortgottes-Feiern ebenso wie weitere Ehrenamtliche, Chöre, Gruppen, Institutionen und Vereine. Groß ist das Bedürfnis der Menschen auch nach Spiritualität. „Welch einen starken Halt ein Mensch durch unseren christlichen Glauben, das Spüren von Gottes Nähe sowie in und durch eine Gemeinschaft erfahren kann, das erfahre ich in der Chorarbeit unserer vier Lambertus-Chöre und in Gesprächen mit Menschen in der Gemeinde immer wieder neu“, berichtet Chorleiter und Kirchenmusiker Roland Orthaus.

Das zeige sich in allen Generationen und in unterschiedlicher Intensität sowie in vielfältiger Weise. „Das habe ich in den vergangenen zehn bis 15 Jahren stärker als je zuvor wahrgenommen – sowohl bei Menschen, die der Kirche als Glaubensgemeinschaft nahe stehen als auch bei der Kirche ursprünglich sehr Fernstehenden“, ergänzt Orthaus. Je nach aktueller wie auch nach sich verändernder Lebenssituation eines Menschen gebe es sehr unterschiedliche Zugänge zum Glauben. „In der Folge ist es daher erforderlich, die liebende Nähe Gottes in einer zielgerichtet ansprechenden Form im Gottesdienst für die Besucher spürbar zu machen sowie Gott in Musik, Gesang, Text, Bildern, Gebet und Meditation zu loben“, bekräftigt Pfarrgemeinderatsvorsitzende Beate Roth.

Berufungen im Glauben fördern

„Es wird in den nächsten Jahren verstärkt darum gehen, die Vielfalt der Berufungen im Volk Gottes zu stärken und all das zu intensivieren, das diese Berufungen fördert und was das achtungsvolle Miteinander dieser Berufungen stärkt.“ Das sagte der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker bereits in einer Rede am 21. November 2009. Zugleich rief er alle, die Berufung im christlichen Glauben spüren, dazu auf, sich gemeinsam auf den Weg in ein lebendiges, vielfältiges Glaubensleben zu machen.

Jung und Alte entwickeln kreative Ideen

Die Teilnehmer des Gottesdienst-Kreises verfolgten mit ihrem Treffen in der Langenberger Pfarrkirche das Ziel, kreativ nach neuen Ideen zu suchen und bereits gemeinsam erarbeitete erste Planungen konkret auf den Weg zu bringen. 25 interessierte Menschen aus allen Generationen – zum Teil zum ersten Mal bei diesem Treffen dabei – sind bereit, in den nächsten Monaten und auch ins kommende Jahr hinein abwechslungsreiche spirituelle und gottesdienstliche Angebote zu erarbeiten. Bereits vor einer Woche wurde mit einer Wort-Gottes-Feier und einem Rosenkranzgebet der Weg angetreten. Dieser soll mit einem Jugendgottesdienst am Samstag, 14. November, ab 18.30 Uhr in der St.-Lambertus-Kirche fortgesetzt werden. Für diese wie auch alle anderen Überlegungen gilt der Vorbehalt, dass dies Corona-Pandemie die Verwirklichung zulässt.

„Segen-to-go“-Aktion angedacht

Die Entwicklung ist dynamisch: Als sich die Gruppe traf, hatte der Inzidenzwert im Kreis Gütersloh die 50er-Marke noch nicht überschritten. Es wird angestrebt, weitere bedeutende Akzente durch ökumenische Gottesdienste im Advent, eine „Segen to go“-Aktion und ein kontemplatives Meditations-Angebot zu setzen. Angedacht ist zudem ein Segnungs-Gottesdienst für Paare im kommenden Jahr am Freitag, 19. Februar. Unabhängig von den Treffen sowie den ersten Angeboten sind alle Interessenten dazu eingeladen, mit Mitgliedern des Gottesdienste-Kreises jederzeit in Kontakt zu treten, Ideen einzubringen und mitzuarbeiten. „Denn jede Idee und jede Unterstützung sind willkommen“, sagt Gemeindereferentin Claudia Becker.

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