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Rheda-Wiedenbrück

Stadt darf eigenen Strom nicht kaufen

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Es klingt wie ein Stück aus Absurdistan, das gerade Kämmerer Torsten Fischer, zugleich Geschäftsführer des heimischen Stadtwerks, grämen dürfte: Rheda-Wiedenbrück, im Besitz eines eigenen Energieversorgers, kauft seinen Strom - zumindest in Teilen - bei den Werken Gütersloh.

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Es gibt kaum Kommunen, die nicht über ein eigenes Stadtwerk verfügen. Sie alle werben darum, Energie vor Ort zu kaufen. Rheda-Wiedenbrück bildet da keine Ausnahme. Die Stadtverwaltung selbst muss ihren Strom jedoch auswärts beziehen. So verlangt es das Wettbewerbsrecht.

Es gibt kaum noch größere Kommunen, die nicht über ein eigenes Stadtwerk verfügen. Sie alle werben bei Bürgern darum, Energie vor Ort zu kaufen, weil die Gewinne des Unternehmens letztlich ja der heimischen Allgemeinheit zugute kommen. Rheda-Wiedenbrück bildet da keine Ausnahme. Das jedoch ausgerechnet die Stadt selbst einen Mitbewerber zum Partner der Wahl macht, ist kurios.

Grund dafür ist das Wettbewerbsrecht. Laut Pressesprecher Martin Pollklas haben bereits 2017 mehrere Kommunen im Kreis, darunter auch Rheda-Wiedenbrück, die Belieferung ihrer Schulen mit Strom ausgeschrieben. „Wegen der Menge musste das europaweit erfolgen. Als Ergebnis wurde der Auftrag an die Stadtwerke Gütersloh erteilt.“ Immerhin: Die Gasversorgung im Folgejahr ging an das Stadtwerk Rheda-Wiedenbrück. Wie viel Geld die Doppelstadt spart, dazu macht Pollklas aus rechtlichen Gründen keine Angaben. „Andere Aussagen als die, dass der wirtschaftlichste Anbieter, die Ausschreibung für sich entschieden hat, sind uns leider nicht möglich.“

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