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Rheda-Wiedenbrück

Stadt erläutert hohen Inzidenzwert

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Aktuell belaufen sich die sieben-Tage-Inzidenzwerte für Rheda-Wiedenbrück auf einem deutlich höheren Niveau (Stand Donnerstag: 157,4) als in den anderen Städten im Kreis Gütersloh. Inzwischen ist eine Debatte darüber entbrannt, woran es liegen könnte.

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Die Stadt erinnert an die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Foto:

Das hat der Stadtverwaltung zufolge jedoch nichts mit irgendwelchen Hot-Spots oder einem „anderen Umgang mit Infektionsquellen“ zu tun. Die Wocheninzidenzen der jeweiligen Städte und Gemeinden seien generell sehr schwankend, heißt es aus dem Rathaus. Innerhalb einer Woche könne somit beispielsweise der Wert von 170 auf 110 fallen, „bereits ‚kleinere‘ Infektionsherde können so einen starken Anstieg innerhalb eines kurzen Zeitraums erklären“.

Hohe Bevölkerungsdichte

Die Verwaltung weist darauf hin, dass es innerhalb der Kommune eine hohe Bevölkerungsdichte und eine komplexe Bevölkerungsstruktur, unter anderem bedingt durch berufsbedingtes Ein- und Auspendeln, gebe. Dadurch komme es immer wieder zu „Neueintragungen und Übertragungen“. Überdies seien Quarantäneunterkünfte eingerichtet worden, welche im Ergebnis mitverantwortlich dafür sein sollen, dass Personen in Rheda-Wiedenbrück als infizierte Person erfasst werden, die sich nicht zwingend hier angesteckt haben oder wohnen.

Regelmäßig sind der Pressestelle zufolge auch Bewohner von Einrichtungen von Covid-19 betroffen – „trotz vorbildlich umgesetzter Hygienekonzepte“. Bis die erstinfizierte Person erkannt werde, könnten weitere Ansteckungen im Haus erfolgen. „Solche Ketten können einen starken Anstieg der Zahlen binnen kurzer Zeit verursachen.“

Kontakte reduzieren

Das Corona-Geschehen wird seitens der Stadt eigenen Angaben zufolge immer wieder neu bewertet. Sofern festgestellt werden kann, wo die Erstinfektion stattgefunden hat, würden entsprechende Kontrollmaßnahmen eingeleitet. „Selbstverständlich beobachten wir sehr genau die lokale Entwicklung und unternehmen auf kommunaler Ebene alle Anstrengungen, um die Pandemie einzudämmen.“ Ebenso vertraue man auf das verantwortungsvolle Handeln jedes Bürgers, die eigenen sozialen Kontakte zur Abflachung der Erkrankungsfälle auf ein Mindestmaß zu reduzieren und die bekannten Schutz- und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Der durchschnittliche Sieben-Tage-Inzidenzwert hat im Kreis Gütersloh am Donnerstag bei 84,3 gelegen.

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