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Aktive und Gäste der KG Helü präsentieren sich beim Galaabend in Bestform

Starke Kerle reißen das Reethus ab

Rheda-Wiedenbrück (WB). Wie kann die Stadt viel Geld sparen, wenn es darum geht, das gute alte Reethus dem Erdboden gleich zu machen? Indem sie statt eines professionellen Abbruchunternehmens die bärenstarken Kerle vom RWU-Ballett engagiert, die diesen Job im Handumdrehen erledigen werden.

Tim Bergheim

Wir machen das Reethus platt: Die »Abriss-Truppe« vom RWU-Ballett, so stark und so »schön«, hat sich eine Menge vorgenommen und sieht entsprechend entschlossen aus. Foto: Tim Bergheim

Das bewiesen die »Rot-Weiß-Ungelenkigen« gleich schlagkräftig. Da blieb kein Hammer heile, und selbst das Dixi-Klo explodierte vor lauter Energie, die da freigesetzt wurde. Ein ganz großer Hingucker, diese Muskelmänner mit den beeindruckenden Six-Packs. Es war einer von vielen Höhepunkten in 270 Minuten. Einmal mehr präsentierte sich die KG Helü bei ihrem Galaabend des Frohsinns in Bestform.

Wie stets waren es all die Eigengewächse, welche die bunte Show zum Ereignis machen. Eisbrecher wie immer die Minis, diesmal mit einem allerliebsten Gardetanz, gekrönt von einem Duo-Solo-Tanz der beiden Mariechen Johanna Knöbel und Alina Lagache. Schon aus den ganz kleinen Tanzschuhen entwachsen ist die Minigarde Zwo, die mit einem bezaubernden Tanz ins Land der Pharaonen entführte.

»Die brings-en es« war man angesichts der Jugendgarde versucht auszurufen: Im stilechten Schottenkaro eilten die Mädels im rasanten Sauseschritt durch die inzwischen große Hit-Welt der kölschen Band »Brings«. Die ganz große Show hatten sich die Jungs von den »Emsmatrosen« auf ihre Fahnen geschrieben. Fantastische Kostüme und eine attraktive Choreografie: Dieser tollen Truppe folgte man nur zu gern ins Wunderland von Alice.

Glanz des Gardetanzes

Den ganzen Glanz des traditionellen Gardetanzes entfaltete schließlich die Damengarde. So viele stolze Frauen in Rot und Weiß, dass die Bühne zu klein war und man in Viererreihen hintereinander tanzen musste. Gut dass dann genug Platz war für Jaqueline Manche, die bei ihrem ersten großen Auftritt als Solomariechen mit überbordender Energie die gesamte Bühne zu füllen schien.

Zum bewährten Rundumschlag holte Wilhelm Baumhus aus, der wieder in die Rolle des »Till« schlüpfte. »Hausaufgaben vorher und besser machen«, riet er angesichts der Querelen um die mausgraue Mensa der neuen Gesamtschule. Lichter aus bei Andreas? Mit dem Altstadtfest, das sich wieder erholt, zusammenlegen, heißt Tills Patentrezept für mehr Leben in Rheda.

Unterstützung »von auswärts« erhielten die Helüaner durch die Rietberger Jäger, die viele kölsche Tön im Gepäck hatten. Was auch für die Jungs von »KCB« aus Everswinkel galt, die als »Kölsch Cover Band« den Saal einmal mehr zum Kochen brachten. Wie bunt der Karneval ist, zeigte die Stadtkapelle Warendorf, die nicht nur musikalisch mitriss, sondern auch die gesamte Bandbreite der Karnevalskostüme präsentierte.

Als »atta-raktive Frau« zog Hildegard Brömmelstrote dann alle Blicke auf sich. Erst recht, als sie bei der »Gumminastik« eine Kerze baute und ihr dabei die Bohnensuppe vom Mittag wieder begegnet: »Da wurde meine Kerze eben zur Duftkerze«. In eine solche Frau kann man sich nur verlieben, wie Sitzungspräsident Thomas Huneke und Helü-Chef Jörg Johannpaschedag am eigenen Leibe, und das gar nicht so leidvoll, erfahren mussten. »Singt unsere Lieder bitte weiter« baten die Landeier aus Harsewinkel angesichts ihres Abschieds. Die Helüaner machten deren finale 30 Minuten zu einem emotionalen Höhepunkt.

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