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Rheda-Wiedenbrück

Suche im See bleibt ohne Ergebnis

Rheda-Wiedenbrück (ei) - Mit einem Großaufgebot von 100 Einsatzkräften haben Feuerwehr und DLRG am Montag den Buxelsee in Lintel nach einer möglicherweise ertrunkenen Person abgesucht. Fündig wurden sie aber nicht.

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Eine Fußgängerin hatte bei einem morgendlichen Spaziergang Kleidungsstücke am Ufer des Sees entdeckt: eine schwarze Winterjacke und ein paar dunkelgraue Stiefel.

Weil man nicht ausschließen konnte, dass sich die dazugehörige Person in einer hilflosen Lage im See befindet, wurden nach der Alarmierung der Löschzüge Lintel, Rheda, Wiedenbrück sowie der hauptamtlichen Wache kurz nach 10 Uhr zwei Boote zu Wasser gelassen. Parallel wurden zunächst fünf Aktive der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aus Rheda-Wiedenbrück an den Buxelsee zwischen Bielefelder und Gütersloher Straße gerufen, später folgten weitere aus Gütersloh.

Taucher im Einsatz

Unter Einsatzleitung von Hermann-Josef Pierenkemper streiften sich die Taucher ihre sieben Millimeter dicken Neoprenanzüge über. Dank der Reserve aus den Atemluftflaschen konnten sie bis zu 30 Minuten in dem trüben Gewässer suchen, ohne auftauchen zu müssen.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes ließ Stadtbrandinspektor Christian Kottmann ein weiteres Boot der Feuerwehr Delbrück anrücken, dass mit einem Sonargerät ausgestattet ist. Zudem flog eine Drohne des Kreisfeuerwehrverbands Gütersloh, die mit einer Wärmebildkamera ausgerüstet ist, über den weitläufigen See.

Drohne macht verdächtige Entdeckung

An der Stirnseite des Gewässers zur Bielefelder Straße hin machte die Drohne eine verdächtige Beobachtung, auch das Sonargerät schlug aus. Bei der anschließenden Kontrolle durch einen Taucher konnte allerdings nichts gefunden werden. Auch nach vier Stunden war noch kein vermeintlich Ertrunkener in dem Wasser entdeckt worden.

Als das Spezialboot aus Delbrück am frühen Nachmittag den See abfuhr, hatten die Taucher zunächst Pause. Damit sollte vermieden werden, dass sie durch das Boot in Gefahr gebracht werden. Zwischenzeitlich war durch den Kreisfeuerwehrverband auch der Abrollcontainer Hygiene an die Einsatzstelle gebracht worden, damit sich vor allem die Taucher nach ihrem Einsatz duschen und aufwärmen konnten.

Polizei bittet um Hinweise

Die Kleidungsstücke lassen darauf schließen, dass sie von einer Frau getragen wurden. Die schwarze Winterjacke in Größe XL (Hersteller „mea eor“ oder „measeor“) hat eine mit grauem Kunstfell besetzte Kapuze, einen Kordelzug an der Hüfte und ein schwarzes, gestepptes Futter. Die grauen Kunstlederstiefel in der Größe 41 des Herstellers Cityline verfügen über einen fünf Zentimeter hohen schwarzen Absatz und eine schwarze Sohle. Sie haben einen langen Reißverschluss an der Innenseite.

Die Polizei sucht Zeugen. Wer Angaben machen kann, wendet sich an die Dienststelle Gütersloh unter Tel. 05241/8690.

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