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Rheda-Wiedenbrück

Tiere ihrem Schicksal überlassen

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Ein herzloser Tierbesitzer hat zwei Meerschweinchen in Rheda mitsamt ihrem Käfig entsorgt. Die hilflosen Nager standen jüngst bei Eiseskälte im Schnee. Eine Passantin entdeckte die ausgesetzten Tiere und informierte den Linteler Pferdeschutzhof „Four Seasons“.

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Zwei braunweiße Meerschweinchen hat ein herzloser Tierhalter am Freitag in Rheda ausgesetzt. Die Nager werden inzwischen auf dem Pferdeschutzhof „Four Seasons“ gepflegt. Foto:

Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, hat die Tierschutzorganisation Peta 500 Euro für Hinweise ausgelobt, die zu seiner Verurteilung führen. „Die Meerschweinchen hätten in dem Käfig, der neben anderem Sperrmüll stand, nicht lange überlebt“, sagt Jana Hoger, Fachreferentin für Haustiere bei Peta. „Der Halter hätte Verantwortungsbewusstsein zeigen und die Meerschweinchen im Tierheim abgeben müssen.“ Stattdessen habe er die kälteempfindlichen Nager bei einstelligen Temperaturen einfach ihrem Schicksal überlassen. „Das muss bestraft werden. Ohne die aufmerksame Spaziergängerin wären die Tiere gestorben.“

Zurzeit in Lintel

Die beiden braunweißen Meerschweinchen befinden sich inzwischen in der Obhut des Pferdeschutzhofs „Four Seasons“ am Heideweg in Lintel. Dort werden sie zurzeit aufgepäppelt und demnächst in ein neues, sicheres Zuhause vermittelt. Hinweise auf den ehemaligen Halter der beiden Nager nimmt der Schutzhof unter Telefon 05242/377604 entgegen. Die Tierschutzorganisation Peta ist unter Telefon 0711/8605910 zu erreichen. Dorthin können sich Tippgeber auch ohne Angabe ihres Namens wenden. Das Aussetzen von Tieren sei ebenso verboten wie Tierquälerei, informiert Peta. Beides stelle einen Straftatbestand dar, der mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden könne. Das Tierschutzgesetz greife auch, wenn Halter ihre Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen.

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