Bundeskartellamt gibt dem Konzern aus Rheda-Wiedenbrück dafür grünes Licht

Tönnies darf Zimbo-Werke übernehmen

Rheda-Wiedenbrück (WB). Die Tönnies-Tochter Zur Mühlen darf zwei deutsche Wurstwarenwerke der Schweizer Firma Bell mit der Marke »Zimbo« übernehmen. Das Bundeskartellamt hat dafür grünes Licht gegeben, wie Tönnies-Sprecher Andre Vielstädte am Freitag bestätigte.

Paul Edgar Fels

Die Tönnies-Verwaltung in Rheda-Wiedenbrück. Foto: Oliver Schwabe/Archiv

Es ist dieses Geschäft über angeblich 15 Millionen Euro, das Anfang dieser Woche den jahrelangen Familienstreit zwischen den Gesellschaftern Clemens Tönnies (63) und seinem Neffen Robert Tönnies (41) wieder aufflammen ließ. Nun soll der Kauf aller Voraussicht nach am 1. August über die Bühne gehen. An diesem Tag kommt der Tönnies-Beirat zusammen, um Differenzen zwischen Robert und Clemens Tönnies dieses Geschäft betreffend auszuräumen. Wie berichtet, gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, ob der Beirat vor dem Kauf hätte angehört werden müssen. Robert Tönnies hatte beim Landgericht Bielefeld eine Einstweilige Verfügung eingereicht, sie wenig später aber für »erledigt« erklärt.

Wie berichtet, übernimmt die Tönnies-Tochter die Werke in Suhl und Börger, wo die Marken Thüringer Wurstspezialitäten und das Beef Jerky produziert werden – inklusive der rund 400 Mitarbeiter. Unterdessen fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ein Bekenntnis für die Beschäftigten in Börger und Suhl. Die NGG fürchtet eine Bereinigung des Produktionsnetzwerks in der Zur-Mühlen-Gruppe.

Wie Vielstädte bestätigte, wollte Robert Tönnies bereits im Juni den von ihm selbst berufenen Co-Chef Andreas Ruff entlassen. Die Mehrheit im Beirat habe sich aber dagegen entschieden.

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