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Rheda-Wiedenbrück

Tönnies: Positive Tests sind möglich

Rheda-Wiedenbrück (gl/sud). Mit ersten Ergebnissen der am Montag im Rhedaer Fleischwerk Tönnies gestarteten Coronatests wird für diesen Mittwoch gerechnet. Parallel hat das Unternehmen seine Hygienevorkehrungen nach eigenen Angaben weiter verschärft.

„Experten der Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass trotz nicht vorhandener klinischer Symptome positive Tests zu erwarten sind“, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme von Deutschlands größtem Fleischkonzern. Die Testergebnisse für den Tönnies-Standort Kellinghusen (Schleswig-Holstein) liegen indes bereits vor. Dort habe bei keinem der 170 untersuchten Mitarbeiter das Coronavirus nachgewiesen werden können.

Konzernchef kritisiert Politik

Kritik übt Konzernchef Clemens Tönnies an der öffentlichen Debatte. „Die politischen Äußerungen der vergangenen Tage sind für mich verwunderlich, schließlich halten wir uns an Recht und Gesetz, sind Vorreiter in Sachen Wohnen und schaffen übergesetzliche Standards.“

Die Unterbringung von Werkvertragsarbeitern in der Fleischindustrie hatte unter anderem NRW-Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) scharf kritisiert. Er sprach von „erheblichen Mängeln“.

„Brauchen verlässliche Standards“

Tönnies fordert von der Politik bundesweit einheitliche Regelungen für Unterkünfte. „Wir brauchen verlässliche Standards.“ Das gelte nicht nur für die Fleischbranche, sondern beispielsweise auch für den Maschinenbau, den Online-Versandhandel und das Baugeschäft. Auch nach Beendigung der behördlich angeordneten Corona-Untersuchungen am Standort Rheda will das Unternehmen seine Beschäftigten weiterhin regelmäßig testen lassen. Dazu wolle man ein Testcenter einrichten.

Bezirksregierung überprüft Unterkünfte

Die Bezirksregierung Detmold hat am Montag derweil mit der Kontrolle der Werkvertragsarbeiterunterkünfte in Rheda-Wiedenbrück begonnen. Im Vordergrund stehen dabei die Einhaltung der Abstandsvorschriften in Schlafräumen sowie die Vorhaltung von Hygienemitteln und Mund-Nasen-Bedeckungen. „Sollten Verstöße gegen den Erlass vorliegen, werden Anweisungen ergehen, diese zu beheben“, sagt Behördensprecher Andreas Moseke.

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