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Rheda-Wiedenbrück

Varenseller Straße erneut nachgebessert

Rheda-Wiedenbrück (sud) - Zum zweiten Mal innerhalb voneinem Jahr war ein Teilstück der Varenseller Straße im Stadtteil Lintel kürzlich gesperrt. Das verwunderte viele Autofahrer. Eine Erklärung liefert Sven Johanning vom Landesbetrieb Straßen NRW mit Sitz in Bielefeld.

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Nach einer mehrtägigen Sperrung rollt der Verkehr auf der Varenseller Straße zwischen Lintel und dem Klosterdorf wieder. Die seitlichen Banketten waren beschädigt und mussten neu befestigt werden. Dabei kam eine neuartige Materialmischung zum Einsatz.  Foto:

„Ja, es ist richtig, dass der Abschnitt zwischen der Ampelkreuzung Kapellenstraße in Lintel und dem Kreisverkehr in Varensell erneut für den Verkehr gesperrt werden musste“, bestätigt Johanning. Die Maßnahme habe jedoch auf einige wenige Tage beschränkt werden können, weil die erforderlichen Bauarbeiten zügig vorangekommen seien. Der Landesbetrieb hat nach Auskunft seines Sprechers auf einem 1,4 Kilometer langen Teilstück zwischen Kapellen- und Wapelstraße die seitlichen Banketten instandsetzen lassen. Das war erforderlich, weil sie abgesackt beziehungsweise beschädigt worden waren.

„Wir arbeiten zusätzlich mit einer Schicht Zementmörtel“

Ein Grund dafür könnte nach Meinung Johannings indirekt bei der Ende 2019 durchgeführten umfassenden Sanierung des Abschnitts zu finden sein: „Die erneuerte Fahrbahn verleitet den einen oder anderen Verkehrsteilnehmer offenbar dazu, schneller als früher auf dem Teilstück unterwegs zu sein.“ Insbesondere wenn größere Fahrzeuge entgegenkommen, wichen viele Fahrzeugführer auf die seitlichen Banketten aus. Dass dies teils auch bei verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit passiere, sei den Randbefestigungen scheinbar nicht gut bekommen, vermutet der Sprecher des Landesbetriebs.

Er betont zugleich, dass die 2019 beauftragte Baufirma keinerlei Fehler gemacht habe. „Alles wurde ordnungsgemäß ausgeführt.“ Mit einem speziell verdichteten Schottergemisch will die Bielefelder Behörde künftige Schäden an den Banketten der Varenseller Straße vermeiden. „Wir arbeiten zusätzlich mit einer Schicht Zementmörtel“, erläutert Sven Johanning. Man hoffe, dass dies den stark beanspruchten Seitenstreifen die erforderliche Stabilität gebe, um den Belastungen ihres im wahrsten Wortsinn rasanten Alltags gewachsen zu sein. „Es handelt sich um einen Versuch“, unterstreicht Johanning. „Wenn es funktioniert, werden wir diese Materialzusammensetzung künftig auch bei anderen stark frequentierten Strecken anwenden.“

Maßnahme ist noch nicht abgeschlossen

Herkömmliche Verfahren zum Erhalt besonders widerstandsfähiger Banketten, wie etwa der Einsatz von Rasengittersteinen, seien wegen der nah an der Fahrbahn stehenden Bäume für die Varenseller Straße keine Option gewesen. „Dafür fehlte der Platz“, sagt Sven Johanning. Ganz abgeschlossen ist die Maßnahme übrigens noch nicht: In einigen Wochen sollen die Oberflächen der Banketten noch mit einer Zementschlemme versiegelt werden. Das funktioniert nach Angaben des Behördensprechers aber nur, wenn die Außentemperaturen etwas steigen.

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