1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Rheda-wiedenbrueck
  6. >
  7. Vier „Bausteine“ führen zum Erfolg

  8. >

10 Jahre Burckhard Kramer Stiftung – Ein Blick auf das bislang Erreichte

Vier „Bausteine“ führen zum Erfolg

Rheda-Wiedenbrück (WB). Zehn Jahre Burckhard Kramer Stiftung, das nahmen der Gründer und seine Frau Margot zum Anlass, zusammen mit zahlreichen Ehrengästen, Kooperationspartnern und Mitarbeitern der Stiftung das bislang Erreichte Revue passieren zu lassen. Ohne Blaupause, so meinte Burckhard Kramer, seien sie vor zehn Jahren gestartet mit dem Ziel, die Chancengleichheit für die Kinder und Jugendlichen in Rheda-Wiedenbrück zu verbessern und ihnen und ihren Familien Mut zu machen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Waltraud Leskovsek

Der Vorstand der Stiftung (von links): Margot Kramer, Dörte Sonnabend, Dr. Georg Robra (Stiftungsvorstand), Stefanie Döhring, Dietlind Andrae, Bürgermeister Theo Mettenborg, Burkhard Kramer, Birgit Potthoff (VHS). Foto: Waltraud Leskovsek

2014 waren es fünf Mitarbeiter, heute sind es 17

Vieles sei in dieser Zeit passiert und als Kramer insbesondere seinen Mitarbeitern dankte, da kamen ihm die Tränen der Dankbarkeit, weil sie alle gemeinsam an einem Strang ziehen und stets das Wohl der jungen Menschen im Blick haben. 2014 waren es fünf Mitarbeiter, heute sind es 17, die als Projektkoordinatorin, Hauswirtschaftskraft, Sprachkursleitung, interkulturelle Vermittlung, Kinderbetreuung, Lern- und Entwicklungsbegleiter und wissenschaftliche Begleitung für die Stiftung tätig sind.

Alleine im letzten Jahr 500.000 Euro für verschiedene Projekte

Mit einem Grundstockvermögen von 300.000 Euro ist Kramer 2010 gestartet. Alleine im letzten Jahr wurden 500.000 Euro für die verschieden Projekte ausgegeben. Die 3C Unternehmensgruppe und das Ehepaar Kramer stellen das Geld zur Verfügung. Schon einige Monate nach der Gründung wurden Kooperationspartner gesucht. Nach einem Auswahlverfahren wurde es die AWO-Kita „Am Emssee“ unter der Leitung von Stefanie Döhring und einige Jahre später kam die Brüder-Grimm-Schule hinzu, unter der Leitung von Dietlind Andrae, damit die Förderung der Kindergartenkinder auch für die Grundschulzeit nahtlos fortgeführt wird.

AWO-Kita „Am Emssee“: Für alle 97 Kinder ein gesundes Frühstück

Projektkoordinatorin Dörte Sonnabend erläuterte die Philosophie der Stiftung: Dazu gehören die vier Bausteine „Verlässliche Beziehung“, „Sprache als Schlüssel“, „gesunde Entwicklung als Fundament“ und „Erlebnisräume eröffnen“. So werden in der Kita die musikalische Früherziehung in Kooperation der Integrativen Kunst- und Musikschule Gütersloh gefördert. Ferner gibt es jeden Morgen für alle 97 Kinder ein gesundes Frühstück, das von einer Hauswirtschaftskraft liebevoll zubereitet wird und eine Kooperation mit dem Pferdeschutzhof Four Seasons als tiergestützte Erlebnispädagogik. Erstmals wurden die zukünftigen Erstklässler aus dem Familienzentrum „Am Emssee“ und dem Burgkindergarten schon vor den Sommerferien zu Schulbesuchen an sechs Nachmittagen in die Schule eingeladen, um Hemmschwellen zu nehmen.

Die Eltern hatten währenddessen die Gelegenheit, sich kennenzulernen. In der Brüder-Grimm-Schule wird durch die Stiftung eine individuelle sozialpädagogische Begleitung im Unterricht und außerunterrichtlich geleistet. Ferner gibt es Gruppenangebote wie psychomotorische Förderung beim „Kängurusport“, eine Mädchengruppe, eine Waldgruppe, die „Four-Seasons AG“, oder die Werkzeugführerschein-AG.

Theaterprojekt soll am 15. Februar aufgeführt werden

Am Übergang Grundschule, gleich weiterführende Schule, wird gerade gearbeitet. Das ist auch das neue Etappenziel, dass sich die Burckhard Kramer Stiftung gesetzt hat. Ein Theaterprojekt mit ehemaligen Schülern der Brüder-Grimm-Schule läuft gerade und soll am 15. Februar unter dem Titel „Rote Nasen“ aufgeführt werden. Am 6. Juni findet eine Aktion auf dem Pferdeschutzhof in Lintel statt und im September stellen sich ehemalige Sprachkursteilnehmer. Im Stiftungshaus in der Jodokus-Temme-Straße gibt es Sprachangebote für Mütter mit Kinderbetreuung, Alphabetisierungskurse, Interkulturelle Vermittlung und ein Nachmittagstreff mit Bildungsangeboten. Seit einiger Zeit treffen sich Frauen auch zum Fitnesskurs. Bürgermeister Theo Mettenborg betonte, wie sehr er und sein Team aus dem Rathaus die Arbeit von Kramer schätzen würden. „Ihr Engagement ist vorbildlich und sehr beherzt mit einem liebevollen Lächeln und Zeit für die Menschen, die Hilfe benötigen“, machte er deutlich.

Startseite