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Vorfall bei Tönnies - Tierarzt soll Ferkel ertränkt haben

Vorwurf der Tierquälerei: Veterinäre klagen gegen Kündigung

Rheda-Wiedenbrück/Bielefeld

Weil sie bei Tönnies Ferkel gequält haben sollen, wurden zwei Tierärzte entlassen. Nun klagen sie gegen den Kreis Gütersloh.

Symbolbild. Foto: Boris Roessler/dpa

Die beiden Tierärzte waren vom Kreis Gütersloh in dem Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück eingesetzt worden, um dort die Vorgänge zu überwachen. Dort wurden in einem Stall unerwartet Ferkel geboren.

Dies darf nicht vorkommen, da Transport und Schlachtung von trächtigen Tieren europaweit verboten sind. Wenn trotzdem Ferkel in den sogenannten Warteställen geboren werden, müssen diese in einer Gaskammer schmerzfrei getötet werden.

Im vorliegenden Fall soll allerdings einer der Veterinäre einen Tönnies-Mitarbeiter aufgefordert haben, einen Eimer Wasser zu holen und mindestens drei Ferkel zu ertränken. Der Mann weigerte sich, woraufhin der Veterinär die Tiere selbst getötet haben soll. Sein Kollege griff nicht ein.

Tönnies meldet Vorfall

Diese Art der Tötung ist ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzrecht und fällt somit unter Tierquälerei. Der Vorgang soll etwa zwei Minuten gedauert haben. Dia Tat ist auf einem Handy-Video zu sehen.

Nachdem Tönnies den Vorfall bei Kreis gemeldet hatte, stellt der die Tierärzte sofort frei und entschied sich für eine außerordentliche Kündigung der Mitarbeiter. Am Donnerstag wollen die Männer vor dem Arbeitsgericht in Bielefeld gegen diese Entscheidung vorgehen.

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