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Rheda-Wiedenbrück

„Wahlen allein machen keine Demokratie“

Rheda-Wiedenbrück (sud) - 17 Mandatsträger werden dem neuen Rheda-Wiedenbrücker Stadtrat nicht mehr angehören. Bürgermeister Theo Mettenborg (CDU) hat ihnen jetzt für ihr ehrenamtliches Engagement gedankt, denn: „Wahlen allein machen noch keine Demokratie.“

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Das von Mettenborg bemühte Zitat stammt vom früheren US-Präsidenten Barack Obama und macht deutlich, wie unverzichtbar Menschen, die sich einsetzen, für eine lebendige Demokratie sind. Das gelte, betonte Theo Mettenborg während der Feierstunde für die 17 scheidenden Ratsmitglieder, für alle Ebenen der politischen Mitbestimmung. Gerade vor Ort werde oft intensiv um die bestmöglichen Entscheidungen gerungen. Das mache die Ratsarbeit nicht immer leicht.

Berenbrinck am längsten im Rat

Zwei kommunalpolitische Urgesteine, die jetzt vom Bürgermeister in den „Ratsruhestand“ verabschiedet wurden, sind Peter Berenbrinck (SPD) und Elisabeth Witte (CDU). „Sein Wirken für die Menschen unserer Stadt über so einen langen Zeitraum ist unermesslich wertvoll“, schrieb Mettenborg Berenbrinck ins Stammbuch. In den 45 Jahren seiner Ratstätigkeit habe er fast jedem Fachausschuss angehört. Vor allem der Baubereich habe ihm am Herzen gelegen. Elisabeth Witte, die auf eine 31-jährige Ratsmitgliedschaft zurückblicken kann, nannte der Verwaltungschef eine „leidenschaftliche Lokalpolitikerin“, die ebenso wie Berenbrinck bleibende Spuren hinterlassen habe. „Sie ist die Bürgermeisterin der Herzen“, sagte Mettenborg mit Verweis auf ihr elfjähriges Engagement als dritte stellvertretende Bürgermeisterin.

Als „Leuchtturm in unserer Stadt“ bezeichnete Mettenborg Norbert Flaskamp (CDU). Er gehörte dem Kommunalparlament 21 Jahre an. Die meiste Zeit davon – nämlich 14 Jahre – war er zudem erster stellvertretender Bürgermeister. In seinen zahlreichen politischen Funktionen habe Flaskamp Stadtgeschichte geschrieben, sagte Mettenborg.

Das soziale Gewissen der Stadt

Auf jeweils 16 Jahre im Rat bringen es Brigitte Frisch-Linnhoff (SPD) und Heinz-Georg Großerohde (CDU). Der Batenhorster sei wegen seiner mitfühlenden Art „so etwas wie unser soziales Gewissen“, die Rhedaerin eine ausgewiesene Experten in allen Fragen rund ums Thema Bildung. Frisch-Linnhoff war zudem seit 2014 zweite stellvertretende Bürgermeisterin der Emsstadt.

14 Jahre dem Rat angehört hat – zunächst für die CDU, dann alles freies Mitglied – Christa Bußwinkel. Mettenborg: „Du stehst zu deiner Haltung und hast immer Position bezogen, hast dein Wort geführt und bist dir dabei stets treu geblieben.“

Von ausgleichend bis realitätsbezogen

Für elfjährige Mitarbeit dankte der Bürgermeister den CDU-Vertretern Alexander Siefert („mit seinem ausgleichenden Wesen hat er versöhnlich in den Rat hineingewirkt“) und Elke Leßmeier („ich schätze ihren realitätsbezogenen Blick“). Ernst Sebbel (FDP) habe in den zehn Jahren seiner Ratstätigkeit vor allem mit seinem wirtschaftlichen Weitblick überzeugt.

Nach sechsjähriger Ratsarbeit verabschiedet wurden: Francesco Trifoglio (SPD), Klaus-Dieter Schulze, Christine Röber, Henrika Küppers, Patrick Kosel und Roland Dust (alle CDU). Als Nachrücker gehörten Aysegül Winter (CDU) und Ümit Kahraman (SPD) dem Rat je zwei Jahre an.

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