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Wursthersteller schlüpfen unter das Dach des Fleischkonzerns

ZMG jetzt Teil von Tönnies

Rheda-Wiedenbrück (WB). Die Einbringung der bislang von Clemens Tönnies und dessen Sohn Maximilian gehaltenen Zur-Mühlen-Gruppe (ZMG) in Deutschlands größten Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist perfekt. Die Europäische Kommission hat den Zusammenschluss am Donnerstag kartellrechtlich freigegeben.

Oliver Horst

Maximilian, Clemens und Robert Tönnies (von links) verkündeten im April die Einigung. Die jetzt genehmigte Einbringung der Zur-Mühlen-Gruppe ist zentraler Bestandteil. Foto: Oliver Schwabe

Die Zur-Mühlen-Einbringung in den Konzern war ein Kernpunkt der im April verkündeten Friedenslösung nach dem jahrelang erbittert geführten Machtkampf zwischen Clemens und Robert Tönnies . Ein weiteres Element ist die Einrichtung eines fünf- oder siebenköpfigen Beirats, der auch Streitfälle entscheiden soll.

Mit der Neuregelung werden künftig alle Aktivitäten der beiden Unternehmensgruppen unter dem Dach der Tönnies-Holding geführt. An der Muttergesellschaft halten einerseits Clemens und Maximilian Tönnies und andererseits deren Neffe beziehungsweise Cousin Robert Tönnies jeweils 50 Prozent. Beide Seiten werden je zwei Geschäftsführer entsenden. Während es auf der einen Seite Clemens Tönnies und dessen Schwager, Konzern-Finanzchef Daniel Nottbrock sind, hat sich Robert Tönnies in dieser Frage noch nicht festgelegt.

Der Fleischkonzern Tönnies hat mit 12.500 Mitarbeitern zuletzt 6,35 Milliarden Euro umgesetzt. In der Zur-Mühlen-Gruppe (3000 Mitarbeiter/rund 700 Millionen Euro Umsatz) sind zahlreiche Wursthersteller wie Nölke (Gutfried) in Versmold, Böklunder oder Schulte (Dissen) zusammengefasst. Die Gruppe will zudem, wie berichtet, den Gütersloher Wursthersteller Marten und den insolventen Produzenten Astro in Verl übernehmen.

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