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Zweifel am Nutzen einer Querspange

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Wiedenbrück (kvs) - Vor einigen Jahren noch galt der Bau der Kreisstraße K 6n - besser bekannt als Querspange - als unverzichtbar zur Erschließung des Gewerbegebiets Aurea und Entlastung insbesondere von St. Vit. Inzwischen mehren sich aber die Zweifel an einem Nutzen.

Statt einer Querspange schlägt die CDU die Ertüchtigung vorhandener Verbindungen und einen Radwegebau an. Foto:

Die CDU-Kreistagsfraktion stellt infrage, ob die Verbindung zwischen der A 2-Anschlussstelle Herzebrock-Clarholz und der B 61 (Beckumer Straße) tatsächlich den erhofften Nutzen bringt beziehungsweise überhaupt erforderlich ist. Und so beantragt sie, die Planungen nicht weiter zu verfolgen. Am Dienstag, 7. September, diskutiert zunächst der Mobilitätsausschuss über das Anliegen. 

Nicht zu rechtfertigen

Die Christdemokraten beziehen sich in ihrer Begründung auf eine Mitteilungsvorlage der Verwaltung vom August, aus der hervorgehe, „dass die vorliegenden Fakten den Bau der K 6n nicht rechtfertigen“. Das zugrundeliegende Gutachten für die seit 2004 angedachte Trassierung zur Anbindung des Gewerbegebiets zeige, dass die tatsächliche Verkehrsbelastung und auch die Entlastungswirkung durch die Querspange geringer seien, als ursprünglich prognostiziert. 

In den Augen der CDU führt kein Weg daran vorbei, den Tatsachen ins Auge zu blicken und nicht an 17 Jahre alten Planungen festzuhalten, „denen andere Annahmen zugrundelagen“. Überdies bestehe die Gefahr, dass durch den Bau der K 6n zusätzliche Verkehre angezogen werden. Abgesehen davon hätten sich die Kosten für das Millionenprojekt inzwischen verdoppelt. Zuletzt führt die Fraktion ökologische Gründe an. Die Fakten rechtfertigten keine weitere Flächenversiegelung. 

Vorhandene Strecken stärken

Also beantragt die CDU, die Planungen zum Bau der K 6n zu beenden und stattdessen das vorhandene Verkehrsnetz zu ertüchtigen. In dem Zuge ließen sich auch gleich Radwege realisieren. „Im Fokus dieser Maßnahmen könnten beispielsweise der Wieksweg, die Rentruper sowie die Stromberger Straße stehen“, heißt es in dem Schreiben. 

Anlieger genervt

Ein Ausbau könnte auch insofern erforderlich werden, als dass es von Oelder Seite Bestrebungen gibt, aus den Stromberger Wegen Auf dem Berge, Zur Marburg und Nottbeck reine Privatstraßen zu machen. Aktuell dienen diese Verbindungen – sehr zum Ärger der Anlieger – vielen offenbar als Autobahnzubringer.

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