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Rietberg

1,4 Millionen Euro für Begegnungsstätte

Rietberg (gl) - Die DRK-Begegnungsstätte Rietberg ist für viele ältere Mitbürger fast so etwas wie ein zweites Zuhause. Wenn nicht gerade das Coronavirus den Alltag bestimmt, treffen sich in den Räumen an der Dr.-Bigalke-Straße wöchentlich mehr als 100 Senioren.

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Dieser Zulauf freut die Verantwortlichen des Deutschen Roten Kreuzes sehr. Allein der Platz reicht nicht mehr aus – ein Anbau muss her. Dafür hatte die Stadt Fördergelder bei Land und Bund beantragt. Denn „hier kümmern sich Ehrenamtliche darum, dass unsere älteren Mitbürger einen schönen Nachmittag verbringen, sich treffen und unterhalten und einige abwechslungsreiche Stunden verbringen können. Das ist mit Geld kaum zu bezahlen“, betont Bürgermeister Andreas Sunder.

Förderung in Höhe von 100 Prozent

Womit im Vorfeld niemand gerechnet hatte: Coronabedingt sollen Kommunen finanziell entlastet werden. So ist es gelungen, eine 100-Prozent-Förderung aus Stadterneuerungsmitteln für die Um- und Anbaumaßnahme zu bekommen. Ursprünglich war mit einer Subvention von 50 Prozent gerechnet worden. Den Förderbescheid in Höhe von 1,4 Millionen Euro überreichte Sunder nun dem DRK-Vorsitzenden Dieter Nowak.

Unter Leitung von Jennifer Wilhelmstroop engagieren sich etwa 30 Frauen im Sozialen Arbeitskreis (SAK) des DRK für die Senioren und ihre Belange. Aktuell dürfen nur wenige Gäste das Nachmittagsprogramm besuchen. Vergessen werde aber niemand, wie Wilhelmstroop unterstreicht: „Wir rufen regelmäßig bei unseren Senioren an und fragen, ob es ihnen gut geht. Das ist uns sehr wichtig.“

200 Quadratmeter stehen derzeit für die Seniorenarbeit zur Verfügung. Vieles ist in dem Gebäude, das in den 1970er-Jahren errichtet wurde, veraltet und renovierungsbedürftig, beispielsweise die Sanitärräume. Problematisch sei auch, dass die Rollatoren und E-Scooter der älteren Gäste keinen Platz finden, erklärt Nowak. Auch deshalb soll auf 390 Quadratmeter erweitert werden. Es entstehen zwei Mehrzweckräume, Büros, eine Küche und Abstellkammern. Im Obergeschoss ist barrierefreier Wohnraum geplant. Zwei vorhandene Wohnungen werden saniert, zwei weitere kommen hinzu. Diese Baumaßnahme schultert das DRK mit eigenen Mitteln – sie wird nicht gefördert. „Die Kosten von etwa 690.000 Euro werden wir unter anderem über die Mieteinnahmen decken“, kündigt Dieter Nowak an.

Übergangsdomizil für ein Jahr gesucht

Den Entwurf für das gesamte Projekt hat das Architekturbüro Kleinewietfeld erarbeitet. Direkt zu Beginn des neuen Jahres wird das Grundstück hergerichtet. Im Frühjahr sollen alte Gebäudeteile abgerissen werden. Wenn alles nach Plan läuft, werden sowohl der Erweiterungsbau als auch die barrierefreien Wohnungen im Obergeschoss Mitte 2022 fertiggestellt sein, teilt die Stadt mit.

Ein Problem hat das DRK bisher noch nicht lösen können: Es fehlen Ersatzräume, in denen sich die Senioren während der Bauzeit treffen. Diese sollten barrierefrei sein und ein Jahr lang zur Verfügung stehen. Wer das DRK unterstützen möchte, wendet sich an Jennifer Wilhelmstroop, Telefon 02944/587720.

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