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Hundewiese am Tiergarten ist fast fertig – Stadt investiert 20.000 Euro

Auslauf für Zwei- und Vierbeiner

Rietberg (WB/pkb). Rietbergs neue Hundewiese am Tiergartenweg nimmt Formen an. Ende dieser Woche ist die dann eingezäunte Freilauffläche für Hunde fertig. Rund 20.000 Euro lässt sich die Stadt Rietberg diese Wiese kosten, die alle Bürger unkompliziert nutzen können. Dass es eine neue Anlaufstelle für die Vierbeiner und ihre Besitzer gibt, dürfte sich bald herumsprechen.

Eine Hundewiese ist eine feine Sache, wie dieses Beispiel aus Bielefeld beweist. In Kürze ist die Fläche am Rietberger Tiergartenweg fertig und kann genutzt werden. 20.000 Euro hat die Stadt in die Arbeiten investiert. Archivfoto: Bernhard Pierel Foto:

Mitte der Woche, also erst vor wenigen Tagen, ist die rund 3000 Quadratmeter große Fläche eingezäunt worden. Darauf weist die Stadtverwaltung ineiner Pressemitteilung hin. Ein Bereich wurde zum Abstellen von etwa acht bis zehn Personenwagen geschottert.

Zwischen Parkplatz und eigentlicher Wiese wird noch eine Art »Schleuse« installiert. Die Hundehalter und ihre Vierbeiner müssen dann ein Tor durchschreiten und hinter sich schließen, um dort gegebenenfalls den Hund von der Leine zu lassen und dann ein weiteres Tor hin zur eigentlichen Hundewiese zu öffnen. So kann auch verhindert werden, dass Hunde vorschnell von der Wiese zwischen die Autos oder in den Straßenverkehr laufen.

Demnächst – das wird aber wohl noch einige Wochen dauern – sollen auch eine Sitzbank und ein Tütenspender für Hundekot aufgestellt werden. Hundebesitzer haben zusätzlich bereits ihre Bereitschaft zur Mithilfe und Betreuung signalisiert.

Sitzbank kommt bald dazu

Mit dieser Nachricht endet eine lange Diskussion, wie und wo denn eine Hundewiese im Stadtgebiet zur Verfügung gestellt werden könne. Zuvor hatten die Vierbeiner und ihre Besitzer aus der Kernstadt rund zehn Jahre lang eine Wiesenfläche an der Ems nahe des Bibeldorfes nutzen dürfen. Im Jahr 2016 entstand in unmittelbarer Nachbarschaft ein Übergangswohnheim für Flüchtlinge, drei weitere waren bereits in Planung.

Die Zahl der Asylbewerber indes sank rapide, weitere Neubauten wurden nicht mehr notwendig, wohl aber nach Meinung von Verwaltung und Politik eine vernünftig angelegte Außenaufenthaltsfläche mit Spielgeräten für die Flüchtlinge, die die Unterkunft bezogen hatten. Damit musste die Hundewiese weichen. Neue Raseneinsaat, Schaukel, Sandkasten und Co., angelegt von der Stadt, machten die Wiese zu einem Garten, der aber kaum von den Bewohnern genutzt wurde. Das führte wiederholt zu Kritik. Allerdings: In der Unterkunft waren keine Kinder im passenden Alter, um überhaupt das Angebot nutzen zu können.

Lange Diskussion endet

Die Stadtverwaltung bemühte sich indessen, eine Ausweichfläche für eine Hundewiese zu finden. Der Vorschlag, an den Parkanlagen an der Johanneskapelle tätig zu werden, stieß allerdings kaum auf Gegenliebe. Die Idee wurde schnell wieder verworfen.

Dann kam die Verwaltung gleich mit zwei Alternativen um die Ecke. Eine Fläche sei am Mastholter See, die zweite am Tiergartenweg. Der Mastholter See genießt nicht den besten Ruf, wiederholt hatte es hier in der Vergangenheit Vorfälle mit Giftködern gegeben.

Die Verwaltung favorisierte das Grundstück am Tiergartenweg aufgrund seiner relativ zen­tralen Lage. Dieser Auffassung schlossen sich auch die Kommunalpolitiker an.

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