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Rietberg

Bei Stadtputzaktion Rietberg 4,75 Tonnen Müll gesammelt

Rietberg (gad)

Rund 250 Teilnehmer zeichneten in den sieben Stadtteilen dafür verantwortlich, dass ihre Heimatorte im neuen Glanz erstrahlen.

Am Sportplatz in Varensell traf sich am Wochenende ein Großaufgebot an Helfern, um Flora und Fauna von achtlos weggeworfenem Unrat zu befreien. Doch auch in den anderen sechs Stadtteilen waren ehrenamtliche „Saubermänner“ unterwegs. Organisiert worden war die Aktion vom Hegering Rietberg in Kooperation mit der Stadt. Fotos: Grund

Rietberg (gad) - Ein achtlos weggeworfener To-Go-Kaffeebecher benötigt mehr als 50 Jahre, bis er verrottet ist. Ein Tetrapak ist nach rund 100 Jahren verschwunden. Ein Zigarrenstummel hat nach etwa fünf Jahren in der Natur seine toxischen Bestandteile in den Boden und damit ins Grundwasser abgegeben. Grund genug für die zahlreichen fleißigen Helfer beim Stadtputztag in Rietberg, diesen und noch weit mehr Unrat sorgsam aus der Umwelt herauszuklauben.

Ausgerüstet mit Warnwesten, Müllzangen, Handschuhen und Müllsäcken

Eine Getränkedose löst sich frühestens nach gut sieben Dekaden in seine Bestandteile auf. Am schlechtesten verschwindet aus Quarzsand hergestelltes Glas, denn es zersetzt sich schlicht nicht. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse sollten sich alle Naturfrevler vor Augen halten, wenn sie bei nächster Gelegenheit wieder ihre Abfälle in der Flora entsorgen. Zum Glück gibt es Menschen, die – angetrieben von Verantwortungsbewusstsein, Gemeinschaftssinn und dem Wunsch nach einem sauberen Wohnumfeld – regelmäßig zum Großreinemachen aufbrechen. Organisiert worden war die Aktion erneut vom Hegering Rietberg in Zusammenarbeit mit der Stadt. 

Hegeringleiter Edgar Erves fischte im Straßengraben an der Rottwiese einen To-Go-Kaffeebecher aus der Natur.

Rund 250 Teilnehmer zeichneten in den sieben Stadtteilen dafür verantwortlich, dass ihre Heimatorte im neuen Glanz erstrahlen. Ausgerüstet mit Warnwesten, Müllzangen, Handschuhen und Müllsäcken, machten sich die großen und kleinen Freiwilligen aus Vereinen, Institutionen, Freundeskreisen und Nachbarschaften ans Werk. Stundenlang fischten sie die Hinterlassenschaften der Zivilisation aus Gräben, Bachläufen, Wiesen und Wäldern, von Gehwegen, Spielplätzen und Straßenrändern. Mehr als 4,75 Tonnen Unrat bildeten am Ende die Bilanz. Traurige Besonderheit waren illegal entsorgte 40 Autoreifen am Merschhemkeweg in Rietberg. 

Abschluss mit Essen und Umtrunk

Auch wenn die Müllmengen in den vergangenen Jahren gefühlt abgenommen haben, befinde sich noch immer zu viel davon in der Natur, beklagt Hegeringleiter Edgar Erves. Alle drei Jahre ruft der Verein mit seinen Obmännern zur großen Ortsreinigung auf. Coronabedingt waren diesmal aber sogar fünf Jahre vergangen. Zwischendurch hätten zwar immer wieder Bürger Müll gesammelt und die Jäger hielten ihre Reviere ohnehin dauerhaft sauber, doch es sei nun wieder höchste Zeit gewesen für eine flächendeckende Flursäuberungsaktion, betont Erves. 

Säckeweise schleppten die Helfer Haushaltsmüll, Mundschutzmasken, Einwegverpackungen, Schnapsflaschen, Zigarettenschachteln, Plastikverpackungen, Fahrradreifen und Schuhe aus der Natur heraus. Edgar Erves dankte allen Teilnehmern für die ehrenamtliche Beseitigung des Unrats. Zum Abschluss luden die Obmänner der jeweiligen Orte zum gemeinsamen Essen mit Umtrunk ein.

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