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Rietberg

Bootscenter Rietberg feiert 50-jähriges Bestehen

Rietberg (gdd)

Das Bootscenter Rietberg ist Vertragspartner von sechs Werften. Die Firma ist unter anderem regelmäßig auf der Düsseldorfer „Boot“ präsent.

Drei Generationen in einem Boot: Vorn die Firmengründer Franz und Marlis Rupprath, dahinter Stefan und Carina Rupprath, hinten Jochen und Sylvia Rupprath.

Rietberg (gdd) - Ein Sommerurlaub an der jugoslawischen Küste hat ihre Welt verändert: Franz und Marlis Rupprath (beide 81) genossen dort Anfang der 1970er-Jahre mit ihren drei Kindern Entspannung pur im eigenen Schlauchboot. Ihre Idee danach: Alle bleiben weiter im Boot! So gründete das Ehepaar 1972 das heutige Bootscenter an der Konrad-Adenauer-Straße 13. Eine Erfolgsgeschichte, die jetzt 50 Jahre alt ist.

Erster Standort an der Bahnhofstraße

Erster Standort – seinerzeit unter dem Namen Rupprath-Boote – war an der Bahnhofstraße 4, wo die Ruppraths eine ehemalige Schreinerei gepachtet hatten. Dort wurden Rasenmäher und Motorräder der Marke Honda repariert, dazu kam eine Vertretung für die Außenbordmotoren-Hersteller Mercury und Johnson. Technische Schwierigkeiten gab es für Franz Rupprath nicht: Er hat zwei Meistertitel in der Tasche, einen für das Kfz- und einen für das Zweiradgewerbe. Bald bildete sich ein ständig wachsender Kundenkreis von Bootsfahrern, die ihre Motoren den Ruppraths zwecks Reparatur und Pflege anvertrauten. Für den kaufmännischen Bereich zeichnete Ehefrau Marlis verantwortlich. Mitte der 1970er-Jahre meldete sich die italienische Rio-Werft und schloss mit dem Rietberger Unternehmen einen Vertretungsvertrag für ihre Boote. Hinzu gesellten sich die damaligen Metzeler-Schlauchboote. 

Langsam wurde es an der Bahnhofstraße zu eng. 1984 kauften die Ruppraths daher im Gewerbegebiet an der Konrad-Adenauer-Straße ein Grundstück. Darauf entstand in Eigeninitiative eine Großwerkstatt mit Büro-, Lager-, Verkaufs- und Ausstellungsflächen. Außerdem wurden Hallen gepachtet, in denen unter fachlicher Obhut den Kunden eine sichere Unterstellmöglichkeit ihrer Wasserfahrzuge garantiert wird. Sohn Jochen Rupprath (58) war 1980 als junger Kfz-Meister im Geschäft hochwillkommen. Mit seiner Frau Sylvia, die den Bürobereich bewältigte, übernahm der Junior schließlich die Verantwortung im elterlichen Unternehmen. Auch eine Innovation erfüllte sich, die heute das zweite Standbein bildet: auf Maß gefertigte Anhänger – die Rupprath-Trailer. In den 1980er-Jahren kamen Produktion und Vertrieb der Safety-Trailer dazu. 

Dritte Generation am Start

Das Bootscenter Rietberg ist mittlerweile Vertragspartner von sechs Werften. Die Firma ist regelmäßig auf der weltweit größten Wassersportmesse, der Düsseldorfer „Boot“, präsent, ebenso auf regionalen Messeveranstaltungen. Franz Rupprath, der 1992 zum Sachverständigen für Bootsmotoren und -aggregate öffentlich bestellt und vereidigt wurde, steht nach 50 Firmenjahren seinem Lebenswerk weiterhin zur Verfügung. Inzwischen fand, in dritter Generation, ein familiärer Führungswechsel statt: Stefan Rupprath ist seit Anfang 2021 Geschäftsführer. Der 30-Jährige führt den Betrieb als Metall- und Elektrotechnikmeister weiter, unterstützt von Ehefrau Carina (28).

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