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Rietberg: Berufemesse im Schulzentrum zieht die Massen an

Busshuttle fängt den Andrang etwas auf

Rietberg (WB). Was für eine Erfolgsgeschichte – Qualität und Quantität gehen Hand und Hand – und tatsächlich: mehr ging nicht bei der Rietberger Berufemesse 2019. Weder auf den Parkplätzen noch in den Fluren und großen Räumen des Schulzentrums.

Petra Blöß

Sogar im größten Trubel sind noch individuelle Beratungsgespräche möglich. Darüber sind Firmen, Behörden und Universitäten gut mit Informationsmaterial ausgestattet. Foto: Petra Blöß

Bisherige Rekordzahlen von gut 2.000 Besuchern in nur vier Stunden wurden diesmal locker getoppt. Zwischen den Zugängen an der Cultura und dem Teichweg herrschte in allen Gängen ebenso dichtes Gedränge wie in der voluminösen Aula, in der Mensa und in den Seitenfluren. Mehr als 110 Aussteller, das bedeutete eine Vielfalt in Sachen individueller Informationen aus erster Hand. Jugendliche und Eltern kamen nicht nur aus dem Südkreis Gütersloh sondern aus zahlreichen Kommunen umliegender Kreise.

Sicherheitsdienst hält Busspuren frei

Die Organisatoren Thomas Hönemann (Gymnasium) und Bernd Berle (Richard von Weizsäcker-Gesamtschule) hatten gemeinsam mit der Stadt einen Busshuttle vom Großparkplatz Bibeldorf gedacht eingerichtet. Ein Sicherheitsdienst verhinderte, dass die Busspuren frei blieben und der ÖPNV geordnet ablaufen konnte.

Was macht die Attraktivität der Rietberger Messe aus? Neben thematischer Vielfalt und professioneller Präsentation auch das umfangreiche Infomaterial der Firmen, Behörden, Universitäten und Handwerker. Auch im dichtesten Trubel waren noch individuelle Gespräch möglich. Nicht nur mit Ausbildern oder potenziellen Chefs, sondern vor allem mit jenen, die selbst noch in der Lehre stecken und voller Stolz von »ihrer« Firma berichten, Tipps geben und an dem einen oder anderen Stand ihren Beruf ganz praktisch demonstrieren.

NRW-Studenten in Greifswald

Seit Jahren sind auch Universitäten mit weit entfernten Standorten Stammgäste, so wie jene aus den Ostseeregionen Greifswald und Rostock. Die Beraterteams fahren zu etwa 30 Veranstaltungen dieser Art im Jahr, viele davon im heimischen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, viele aber auch in Nordrhein-Westfalen. Etwa sieben Prozent der Studenten in Greifswald stammen aktuell aus NRW. Noch genügend und bezahlbarer Wohnraum in einer Erholungs- und Urlaubsregion, unterschiedlichste Studiengänge, für die der Numerus Clausus auch schon einmal niedriger liegen kann als in Münster oder Köln, das seien Argumente, die bei den jungen Interessenten ankommen, erklärte Aline Hackbarth, Studienberaterin aus Greifswald.

Ob die Messe dauerhaft jährlich weiter stattfinden kann, ist derzeit noch nicht festgeschrieben, die anstehenden Sanierungs-, Abriss- und Umbauarbeiten im Schulzentrum könnten aufgrund dann fehlender Ausstellungsflächen zu einer längeren Pause führen.

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