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Strategie zur Fortführung der Firma erarbeitet – Amtsgericht stimmt zu

Chancen für Kuper sind gewachsen

Rietberg (WB/stl). Das ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten der Firma Heinrich Kuper: Gläubigerausschuss, Geschäftsführung und Insolvenzverwaltung haben eine gemeinsame Strategie für die Fortführung des Unternehmens erarbeitet. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Gute Nachrichten: Gläubigerausschuss, Geschäftsführung und Insolvenzverwaltung haben eine gemeinsame Strategie für die Fortführung der Firma Heinrich Kuper erarbeitet. Foto: Stefan Lind

Als zuständiges Insolvenzgericht hat das Amtsgericht Bielefeld mit einem Beschluss den rechtlichen Rahmen für alle zukünftigen Geschäftsaktivitäten geschaffen. »Verbindlichkeiten, Forderungen, Leistungen oder sonstige Ansprüche von Kunden und Lieferanten genießen ab sofort den Rang von sogenannten Masseverbindlichkeiten«, betonte Dr. Hendrik Heerma, vorläufiger Insolvenzverwalter von Kuper.

Dies bedeute, dass Anzahlungen auf bestellte Maschinen oder Rechnungen von Zulieferern durch eine besondere Klausel der Insolvenzordnung Vorrang vor anderen Forderungen haben. »Den Geschäftspartnern bietet dies die notwendige Sicherheit, mit Kuper wieder Geschäfte abschließen zu können, ohne einen Ausfall von Forderungen befürchten zu müssen«, sagte der Fachanwalt.

Mehr Befugnisse, mehr Verantwortung

Der Inhalt des Beschlusses wird rechtlich als »allgemeines Verfügungsverbot« bezeichnet. Diese Vorschriften räumen dem vorläufigen Insolvenzverwalter mehr Befugnisse, aber auch mehr Verantwortung ein. Er werte den Beschluss des Amtsgerichts als ein starkes Signal, so Heerma. Dieses Vorgehen spiegele die Zuversicht aller beteiligten Personen und Institutionen wider, »dass Kuper erfolgreich umgebaut und fortgeführt werden kann.«

Die Heinrich Kuper GmbH & Co. KG ist ein international agierendes Familienunternehmen, das Produkte weltweit in 100 Ländern verkauft. Kuper ist nach eigenen Angaben Technologieführer im Bereich Furniere und Spezialist in der Holzbearbeitung und Verpackungstechnik. Die Firma war 1933 von Heinrich Kuper in Rietberg gegründet worden. 250 Beschäftigte sind am Stammsitz in Rietberg und in drei weiteren Niederlassungen tätig.

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