1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Rietberg
  6. >
  7. Die dritte Königs-Generation

  8. >

Rietberg

Die dritte Königs-Generation

Rietberg (WB). SO geht Schützenfest! Wer das in dieser Freiluftsaison im Rietberger Land noch toppen will, der muss schon einen Kaiser bieten, wenigstens das. Ein wunderbares Großereignis geht da für 2018 in die Geschichte der St.-Johannes-Bruderschaft ein. Strahlende Gesichter allerorten – und allen voran Dirk und Katja Meier.

Petra Blöß

Der neue Schützenkönig Dirk Meier mit den Resten des hölzernen Vogels, den er mit dem 259. Schuss erlegt hat. Erster Gratulant war Amtsvorgänger Achim Kolkmann. Foto: Petra Blöß

Sie sind das neue Königspaar der Grünröcke in Rietbergs kleinstem Ortsteil. Dass der 41-Jährige, der mit seiner Ehefrau und Königin sowie zwei Kindern an der Agethenstraße 11 in Rietberg wohnt, erblich vorbelastet ist, war schnell zu merken. Unbändiger Jubel? Nur kurz, und schon nahm der neue Regent ganz königlich die vielen Glückwünsche an, so wie es schon sein Opa Kaspar und sein Vater Werner, beides ebenfalls Majestäten in Druffel, getan hatten.

Dirk Meiers Name wurde schon beim Frühstück gehandelt

Es waren spannende, fröhliche und harmonische Festtage, getragen bis inklusive des gestrigen Vogelschießens von idealsten Witterungsbedingungen. Strahlender Sonnenschein, laue, frische Lüftchen aus östlicher Richtung, eine gut frequentierte Kirmes, Imbiss- und Getränkestände mit Auswahl und in ausreichender Zahl für mehrere tausend Besucher, die den Dorfplatz zum Pfingstziel auserkoren hatten, launige Partynächte und spannende, kurzweilige Vogelschießen – Schützenherzen, mehr könnt Ihr nicht wollen!

Prima Klima herrschte auf dem Festgelände auch unter dem Kugelfang, natürlich jede Menge Frotzeleien, auch von Moderator und Brudermeister Klaus Schnieder, das machte sichtlich allen Spaß.

Schon in der gemeinsamen montäglichen Frühstücksrunde kreiste der Name Dirk Meier, im Zelt wie draußen auf dem Platz, und von Stefan Schulze und Thorsten Borgmeier war zusätzlich die Rede, die beiden schossen bis zum Schluss auch mit. Anderthalb Stunden inklusive Schießpausen, oder, in Schützenrechnung, 259 Schuss nur dauerte es, bis sich die Kinder des Dorfes auf die abgeschossenen Holzvogelreste stürzen konnten.

Matthias Hollenbeck regiert die Jungschützen

Mit der 59. Patrone hatte zuvor Georg Torweihen die Krone geholt, das Zepter »angelte« sich mit dem 74. Schuss Dennis Paul­eickhoff, den Apfel mit Patrone Nummer 75 Thorsten Borgmeier. Im Wettbewerb der Jungschützen setzte sich nach nicht einmal einer Stunde Matthias Hollenbeck durch, er wählte seine Freundin Sonja Pieper zur Königin.

Zum 60-jährigen Bestehen der Nachwuchskompanie war eigens ein Schießen um den Titel des Jungschützenkönigs der Jungschützenkönige ausgelobt worden. Hier siegte Engelbert Kesseler, der 1987 die Jungschützen regiert hatte.

Auch Ehrungen bestimmten den Ablauf der drei tollen Festtage. So erhielten Präses Pfarrer Augustinus Dröge und Schießmeister Manfred Ströhmeier jeweils den Hohen Bruderschaftsorden des Deutschen Historischen Schützenbundes. Ehrenkreuze des Sports in Bronze erhielten für ihre Leistungen Ralf Herbeck und Thomas Siek.

Startseite