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Rietberg

Dieb steckt fest in Altkleider-Container

Rietberg-Mastholte (lani) - Eine eingeklemmte Person ist der Feuerwehr am Sonntag gegen 18.50 Uhr in Mastholte gemeldet worden. Als „Falle“ erwies sich dem Opfer jedoch nicht ein Auto, das vermeintlich nach einem Unfall arg ramponiert war, sondern ein Sammelcontainer für Altkleider.

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Als er versuchte, gespendete Waren zu stehlen, ist am Sonntagabend ein junger Mann aus Rietberg in einem Altkleider-Cobtainer steckengeblieben. Er musste von der Feuerwehr aus der Stahlbox befreit werden.

Einen solchen hatten zwei 18- und 20-jährige Männer aus Rietberg auserkoren, um die darin befindlichen Hosen, Pullover und Co. zu entwenden. Wie die Polizei aus Nachfrage dieser Zeitung mitteilt, hatten sich die beiden Rietberger an der Sammelstelle vor einem Lebensmittelmarkt an der Lippstädter Straße gemeinsam ans Werk gemacht. Während der eine Hilfestellung beim Einstieg gab, kletterte der andere durch den Einwurfmechanismus in den Container – mit fatalen Folgen.

Feuerwehr knackt Stahlbox auf

Zwar gelang es ihm, in Griffweite des begehrten Diebesguts zu kommen. Jedoch war er nicht mehr in der Lage, aus der Stahlbox herauszuklettern, so dass er auf fachmännische Unterstützung angewiesen war. Diese leisteten Mitglieder des alarmierten Löschzugs Mastholte der Freiwilligen Feuerwehr. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte den Mann aus seiner misslichen Lage befreien. Dabei kamen eine sogenannte Tigersäge und ein Hydraulikspreizer zum Einsatz. Obgleich der Containerkletterer keine äußeren Verletzungen aufwies, wurde er vorsorglich dem Rettungsdienst übergeben. Ihn und seinen Komplizen erwarten nun Anzeigen wegen versuchten Diebstahls.

„Kommt immer wieder mal vor“

Nach Auskunft der Polizei kommt es immer wieder mal vor, dass sich Ganoven Altkleidercontainer als vergleichsweise leicht zu knackende Sammelstelle für ihre Beutezüge aussuchen. Teils würden die Boxen aber auch im Zuge von Dummejungenstreiche oder Mutproben ins Visier genommen. Zumeist werde aber nicht berücksichtigt, dass sich der Ausstieg meist als deutlich schwerer erweist als das Eindringen. „Wir raten daher dringend davon ab, in Container zu klettern. Warum auch immer man das tun sollte“, sagt Katharina Felsch, Pressesprecherin der Polizei in Gütersloh.

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